KV NEW/WEN Besuch bei den Klosterschwestern

Die Ordensgemeinschaft der Armen Schulschwestern gründete Sr. Gerhardinger in Neunburg vorm Wald. Die Mitglieder der KEG schätzten es, in die Geschichte des Klosterns in Weiden einzutauchen. Die Höchstzahl der Schwestern in Weiden betrug zwischen 40 und 45 Schwestern. Heute wohnen hier 21, die meisten aus der Oberpfalz. „Wir sind aber ein Altenheim“, fügte die Oberin hinzu. Schwestern, die n den verschiedensten Funktionen in den Pfarreien gewirkt haben, verbringen hier ihren Lebensabend. In der Kapelle besteht die Möglichkeit, durch eine Übertragung den Gottesdienst in der Josefs -Kirche vom Altarraum aus mitzufeiern. Die Kapelle, in der zwei Mal in der Woche die Schwestern einen Gottesdienst mitfeiern können, ist 2018 renoviert worden. Eine Augenweide war anschließend die Besichtigung des Gartens, eine Wohlfühloase für die Schwestern, mit einem Blick auf die Josefs-Kirche mit den zwei Türmen. Stadtpfarrer Markus Schmid hatte sich danach für eine Führung in der Josefs-Kirche Zeit genommen. Erste Eindrücke konnte sich anfangs jeder von der Kirche selber machen, um sie dann darüber zu äußern. Die Erklärungen von Stadtpfarrer Schmid ließen dieses Gotteshaus in einem neuen Licht erscheinen. Ein Innehalten darin ist für jeden eine große Bereicherung. Vorsitzende Emilie Stahl hatte beide Führungen organisiert. Sie und Alfred Faltermeier bedankten sich jeweils. Bei herrlichem Sommerwetter ließ man den Nachmittag im Eiscafe am Alten Rathaus ausklingen.

Bericht und Fotos von Erich Spickenreither


Bezirkswallfahrt 2019 auf den Herz – Jesu – Berg bei Velburg

Domkapitular Pfarrer Winner beim Gottesdienst
Eremit Br. Antonius Thevisen hält die Kirchenführung
Die Wallfahrergruppe vor dem Altar
Frau Rosmarie Mändl bei der Stadtführung am Johannesbrunnen

Die einzige Herz Jesu – Wallfahrt in Bayern auf dem westlich der Stadt Velburg gelegenen Herz-Jesu-Berg war das Ziel der diesjährigen KEG – Bezirkswallfahrt. Den Gottesdienst feierte Domkapitular Norbert Winner, Stadtpfarrer der Münsterpfarrei St. Johannes in Neumarkt, mit den zahlreichen Mitgliedern aus der gesamten Oberpfalz. In seiner Predigt bezeichnete Pfarrer Winner das Herz Jesu als Sinnbild und Inbegriff der gottmenschlichen Liebe Jesu. Es ist das Zeichen und der Ausdruck des göttlichen Erbarmens, unser Friede und unsere Versöhnung. Der renommierte Velburger Organist Wilhelm Sturm spielte auf der restaurierten Hepp-Orgel und begleitete den Gesang der Wallfahrer.

Seit 1979 wohnt in der benachbarten Klause ein Eremit. Er ist auch Mesner. Br. Antonius Thevisen konnte im Anschluss an den Gottesdienst interessante Details über die Anfänge der Kirche und Wallfahrtsstätte von 1696 an erzählen. Die Errichtung einer Kreuzigungsgruppe, eine Darstellung des hl. Grabes in Form eines offenen Rondells, der Bau einer kleinen geschlossenen Kapelle und die Errichtung eines Kreuzkirchleins um 1730 durch die ersten Einsiedler Andreas und Arsenius Müller waren maßgebliche Schritte zur Entfaltung der Andachtsstätte. Erweitert wurde die Kapelle in den Jahren 1771 bis 1775. Für die neue Kirche wurde das Patronat zum Heiligen Herz Jesu bestimmt und ein Herz Jesu – Bild als Altarbild gewählt. Der Maler Conrad Wild hat das Christusbild in einen Rahmen gestellt und so ein Bild in einem Bild geschaffen. Die letzte Renovierung erfolgte im Jahre 1996. Das Bergheiligtum steht nach wie vor stark im Bewusstsein der Bevölkerung. Die Friedenswallfahrt im Januar, das Herz-Jesu-Fest, die Sternwallfahrt der zum Dekanat gehörenden Pfarreien, die Messe am allmonatlich gefeierten Herz-Jesu Freitag und die bei jungen Brautpaaren beliebten Trauungsgottesdienste sind Beweise dafür.

Im Hotelgasthof ZUR POST in Velburg kehrten die Wallfahrer zum Mittagessen ein. Anschließend machte sich die größere Gruppe mit der Stadtführerin Frau Rosmarie Mändl auf den Weg. An verschiedenen Stellen der Stadt erläuterte sie die Geschichte, die baulichen Besonderheiten und die aktuelle Entwicklung der Stadt, die durch die Randlage zum Truppenübungsplatz Hohenfels in eine wirtschaftliche Sondersituation geraten ist.

Die zweite Gruppe begab sich zur König-Otto-Tropfsteinhöhle. Das unterirdische Kleinod im Velburger Ortsteil St. Colomann ist eine der schönsten Schauhöhlen in Deutschland. Die 1895 vom Schäfer Peter Federl entdeckte Tropfsteinhöhle ließ die erstaunten Gäste in die Erdgeschichte zurückblicken. Eine Kaffeeeinkehr bildete den Abschluss dieser Bezirkswallfahrt. Großer Dank gilt der KEG-Kreisgruppe Neumarkt mit dem Vorsitzenden Peter Braun, der mit Michael Mederer die Vorbereitungen getroffen hatte.

 

Text und Fotos von Peter Braun


KV NEW/WEN - Keramikmuseum

Bei einer Führung durch das Internationale Keramikmuseum in Weiden, Zweigmuseum der Neuen Sammlung in München, erlebten die KEG-Mitglieder Keramikkunst aus vier Jahrtausenden und verschiedensten Gegenden der Welt. Der sogenannte „Waldsassner Kasten“, eine barocke Klosternlage, wurde vorbildlich saniert und beherbergt seit der Eröffnung im April 1990 neben einer Dauerausstellung auch Sonderausstellungen, hat aber immer wieder mit Finanzproblemen zu kämpfen. In den „Keramischen Freunden“ des Internationalen Keramikmuseums Weiden e. V. hat dieser lebendige Ort der Kultur in Weiden Unterstützer gefunden. Die Besucher können sich hier von einem Werkstoff überzeugen, aus dem die Menschen seit Jahrtausenden Kunst- und Gebrauchsgegenstände geformt haben. Objekte, wie sie das Keramikmuseum präsentiert, malen Landschaften, Kulturen und Religionen der Erdgeschichte lebendig und offenbaren dabei Geheimnisse , die den Menschen bis heute bewegen. Der „Waldsassner Kasten“ und die Porzellanherstellung spielten bis in die Gegenwart herein in der Geschichte Weidens eine große Bedeutung. Damit unterstützt der Förderkreis auch eine große regionale Tradition. Leiterin Stefanie Dietz, von der ersten Stunde bis heute engagiert und mit dem Keramikmuseum eng verbunden, nahm die KEG-Gruppe auf eine interessante Reise mit. Den Nachmittag ließ man im „Ratskeller“ ausklingen.

Magister Artium Dietz verstand es, die KEG-Mitglieder auf eine geschichtliche Reise des Werkstoffes Keramik mitzunehmen.
Interessiert verfolgten die KEG-Mitglieder die Ausführungen von Leiterin Stefanie Dietz (links)
Alle sind von dieser Veranstaltung ihres Kreisverbandes begeistert gewesen.
 

KV NEW/WEN - Ehrung von Mitgliedern

Foto:KV_NEW_Weiden: vorne von links: Christa Gmeiner, Johanna Faltermeier, Rosina Malzer; hintere reihe v on links: Ulrike Neiser, Emilie Stahl und Alfred Faltermeier

Langjährige Mitglieder hat der Kreisverband Weiden-Neustadt/WN beim „Sparrerwirt“  ausgezeichnet. Die stellvertretende KEG-Bezirksvorsitzende und ehemalige Kreisvorsitzende Ulrike Neiser ehrte mit Urkunden Christa Gmeiner für 25 Jahre, Rosina Malzer (40), Emilie Stahl (45), Johanna und Alfred Faltermeier (55). „Es ist heute nicht mehrselbstverständlich, so lange bei einem Verband zu sein“, sagte Neiser. Um aber etwas zu erreichen, sei diese Treue wichtig. Vor der Ehrung der Mitglieder hatte der Kreisverband in der Jakobuskirche in Lennersrieth, Gemeinde Waldthurn, eine Maiandacht gefeiert. Gestaltet wurde diese Marienfeier vom Ortsgeistlichen Pfarrer Norbert Götz und mit Marienliedern der Waldthurner Gesangsgruppe „Triangel“, begleitet an der Orgel von Seminarrektor a.D. Georg Schmidbauer. Organisiert hatte beide Veranstaltungen Kreisvorsitzende Emilie Stahl.


Nachruf

Verehrte trauernde Angehörige, sehr geehrte Trauergemeinde!

Die KEG Oberpfalz trauert um ihr langjähriges, treues Mitglied, um Frau Franka Kraus.

57 Jahre gehörte Franka unserem Berufsverband Katholische Erziehergemeinschaft an. Ich betone bewusst Gemeinschaft, denn in meinen langen Jahren als Kreis- und Bezirksvorsitzender habe ich die KEG voll Freude als solche erleben dürfen. Und das hat sicher auch Franka Kraus bewogen, so lange und aktiv mit dabei zu sein.

Wenn sie – wann immer es ging – zu unseren Veranstaltungen kam, suchte sie Gemeinschaft mit alten und neuen Freunden, zeigte Offenheit und Interesse für Neues und versuchte, es in ihren Beruf und in ihr Leben zu integrieren.

Solange ich mich erinnern kann, nahm Franka in jeder Karwoche an unseren geistlichen Studien- und Besinnungstagen in Haus Werdenfels teil. Sie nahm Angebote verschiedener Kreisverbände an, fuhr mit der KEG in den Südtirol-Urlaub, war bei Wallfahrten und Seniorenausflügen dabei – kurz: Sie war ein sehr lebendiges und treues Mitglied und eine gute Freundin.

Frau Franka Kraus war Lehrerin mit Leib und Seele. Bis vor Kurzem noch stand sie in Briefwechsel mit früheren Schülerinnen. Und ich meine, ihr Glaube an die Kraft von oben verlieh ihr dazu diese Stärke und Ausstrahlung.

So wie ich Franka erlebt habe, war sie im besten Sinn des Wortes eine fromme Frau. Stärkung und Erneuerung ihres Glaubenslebens erfuhr sie u. a. wohl bei Exerzitien­-Auf­ent­halten, zu denen sie gern auch nach Hofstetten fuhr.

Von daher ist wohl auch ihre Bitte zu verstehen, anstelle von Blumen für die Arbeit dieses Missionshauses zu spenden.
Unsere KEG wird sich danach richten.

Im Glauben an die Auferstehung wird Franka auch weiterhin zu unserer Gemeinschaft gehören. Der Herr schenke ihr ein Leben in Frieden und voll Freude.

 

Burglengenfeld, 31. Januar 2019

Für die KEG


Hermann Woller


Adventfeier der KEG in Neumarkt mit Ehrung langjähriger Mitglieder

Die vorweihnachtliche Feier der Kath. Erziehergemeinschaft stand unter dem Thema „Der Isenheimer Altar und seine Kernbotschaft“. Stadtpfarrer Domkapitular Norbert Winner erläuterte den Anwesenden die Kopie des Meisterwerks, die 1984 anlässlich der 550-Jahr-Feier der Kirchenweihe vom damaligen Stadtpfarrer Kaspar Hirschbeck erworben worden ist. Die Gebrüder Steff und Cornelius Menzel aus Göppingen hatten sie 1975 bis 1984 angefertigt. Pfarrer Winner sprach über die Entstehung des Isenheimer Altars in der Zeit von 1512 bis 1515 und den Künstler Mathis Gothard-Nithard, genannt Grünewald. Der ursprüngliche Altaraufbau, die 1., 2. und 3. Schauseite (Kreuzigung des Lichtes, das Wachsen des Lichtes und Heilige Vorbilder waren Inhalte des Vortrags. Im Mittelpunkt der weiteren Betrachtung stand die zweite Schauseite: Das Wachsen des Lichtes. Die jungfräuliche Maria und der Gottesbote Gabriel sind links dargestellt. Im Mittelfeld musiziert eine Schar Engel vor der Gottesmutter mit ihrem Sohn. Maria sitzt, liebevoll dem Kind zugewandt, inmitten des Gartens. Diese Tafel, als Weihnachtsbild gedeutet, ist weit mehr. Symbole weisen auf die Jungfräulichkeit Mariens hin: das verschlossene Tor, die dornenfreie Rose und der spiegelgleiche See.

Im Anschluss lud Pfarrer Winner die Teilnehmer ins Pfarrhaus ein und bewirtete sie mit warmen Getränken. Vorsitzender Peter Braun ehrte vier Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft. Er dankte ihnen für die Treue zum Verband und überreichte Ehrenurkunden an Christa Rasenberger für 60 Jahre, Roswitha Gabriel, Elisabeth Krotter und Peter Bleicher für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft im Verband.

Adventliche Weisen und Lieder, begleitet von Irmi Braun, bildeten einen würdigen Rahmen für die besinnliche Feier.

 

14.12.2018

Peter Braun, Neumarkt


Bezirkswallfahrt 2018 auf den Fahrenberg

Aus der gesamten Oberpfalz kamen Mitglieder der KEG zum „heiligen Berg“ bei Waldthurn, wie Seminarrektor a.D. Georg Schmidbauer den Fahrenberg mit seiner Wallfahrtskirche bezeichnete. Den Gottesdienst um 10 Uhr begleitete die Gesangsgruppe „Triangel“ aus Waldthurn und Schmidbauer an der Orgel. Alfred Faltermeier trug die Lesung vor, Emilie Stahl von der KEG-Kreisgruppe Neustadt/WEN die Fürbitten. Pfarrer Norbert Götz ging auf das Rosenkranzfest am 7.Oktober näher ein: “Im Rosenkranz haben wir den Glauben in der Hand. Die Gottesmutter kann für uns ein Vorbild und eine Fürsprecherin sein.“ Gemeinsam sangen alle zum Schluss „Segne du, Maria“. Beim früheren Seminarrektor Schmidbauer merkte man bei jedem Satz , wie sehr sein Herz an dieser Wallfahrtskirche hängt. An wichtigen Daten machte er die abwechslungsreiche Geschichte dieses Gotteshauses in einer religiös oft turbulenten Zeit fest. Viele Wallfahrer aus Böhmen seien im 19.Jahrhundert zur Muttergottes auf den Fahrenberg gepilgert. Im 20.Jahrhundert sei Bischof Buchberger eine großer Förderer dieser Wallfahrt gewesen. Heute gebe es am, 13.Juni und am 13.Oktober Friedenswallfahrten auf den Fahrenberg, außerdem das Dreifaltigkeitsfest, Maria Heimsuchung und den großen Frauentag (15.August)und die Männerwallfahrt an Maria Geburt als große Feste. Schmidbauer ging auch auf die Rolle der 3,5 Meter hohen vergoldeten Friedensmadonna auf dem Ostflügel mit Blick über den „Eisernen Vorhang“ hinüber ins böhmische Land in der kommunistischen Zeit ein. Im Mittelpunkt der Wallfahrtskirche steht aber der Hochaltar mit der Gottesmutter. Die am Hals sichtbare Einschuss-Stelle wird einem schwedischen Soldaten zugeschrieben. Schmidbauer wies auch auf die „Fahrenberg- Litanei“ und die Fundamente einer Vorläuferkirche hin, auf die man bei der letzten Sanierung gestoßen ist. Beim Gipfelwirt hatte man sich anschließend das Mittagessen schmecken lassen. In zwei Gruppen hatten sich die zahlreichen Teilnehmer beim Nachmittagsprogramm aufgeteilt. Die zahlenmäßig größere machte sich mit Angela Bodensteiner auf eine Erkundungstour in der früheren Kreisstadt Vohenstrauß auf den Weg. Die andere kam bei einer Führung im Oldtimer-Museum in Woppenrieth, einem Ortsteil der Gemeinde Waldthurn, aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bei seinen Erklärungen wies Enkel Christoph immer wieder auf seinen bereits verstorbenen Opa Alfons hin, der seine  Idee von einem solchen Museum umgesetzt hatte. .Jedes der vielen Fahrzeuge hat hier seine eigene Geschichte, oft nicht zum Glauben, aber wahr. „Oldtimer lassen sich nicht mit Geld aufwerten, sondern haben einen ideellen Wert“, brachte es Christoph auf den Punkt, bei dem das Erbe seines Opas in besten Händen ist. Eine Einkehr beim Sparrerwirt in Letzau bildete bei Kaffee und Kuchen den Abschluss dieser Bezirkswallfahrt bei schönstem Herbstwetter. Ein großer Dank gilt der KEG-Kreisgruppe Neustadt/Weiden mit Vorsitzender Emilie Stahl, die mit Alfred und Johanna Faltermeier und Erich Spickenreither alles bestens vorbereitet hatte.

 

Text und Fotos von Erich Spickenreither

 

KEG NM - KEGler Stammtisch Termine 2019

Termine 2019 (PARKCAFE in Neumarkt, jeweils 2.Mittwoch ab 15:30 Uhr) 

Mi. 16.01.2019

Mi. 13.02.2019

Mi. 13.03.2019

Mi. 10.04.2019

Mi. 10.07.2019

Sommerferien

Mi. 11.09.2019

Mi. 09.10.2019

Mi. 13.11.2019


Fortbildung: Ein Kind ist uns geboren!

Thema:Ein Kind ist uns geboren!" - Ein ganzheitlich und sinnorientierter Weg durch den Advent

KEG-Fortbildung am Mittwoch, 14.11.2018.

Referentin: Andrea Alt, Kursleiterin der Kett-Pädagogik, Kindergartenleiterin

Die Teilnehmerinnen aus dem Krippen- und Kindergartenbereich erhielten Einblick in die ganzheitliche und sinnorientierte Kett-Pädagogik. Sie wurden in das symbolisierende Handeln miteinbezogen und wurden in die Entstehung der Bodenbilder miteinbezogen. Die Anschauungen  können in der bevorstehenden Advents- und Weihnachtszeit in der Praxis umgesetzt werden.


Störungen im Unterricht verstehen und damit umgehen lernen!

Eine große Anzahl von Teilnehmern unterschiedlicher pädagogischer Berufe  konnten die stellvertretenden Vorsitzenden des KEG Bezirksverbandes Oberpfalz Ulrike Neiser und Beate Reindl in der Dreifaltigkeits-Mittelschule zu einer Fortbildungsveranstaltung begrüßen.

Mit dem Referenten Stefan Schmid, PRB Coach zert. (Univ. Zürich ZRM/ Univ. Osnabrück PSI Theorie), der sich selbst als Persönlichkeitsgeograph bezeichnet, wurde den Zuhörern ein ganz neuer, wissenschaftlich zertifizierter und hoch erfolgreicher Ansatz (Gelbe Schule) zu dieser Thematik vermittelt.

 Immer mehr Lehrkräfte leiden unter zunehmenden Unterrichtsstörungen. Sie fragen sich, wie diesen zukünftig zu begegnen sein sollte und fühlen sich dabei oft ratlos.

Gelbe Schule bezieht sich auf eine Haltung, die den Menschen als Persönlichkeit achtet und die Identitätsbildung begleitet und damit nachhaltig zu einem gelungenen Unterricht beiträgt. Nicht die Kompetenzen entscheiden, sondern die vorhandenen Ressourcen. Entscheidend für einen gelingenden Unterricht ist der Selbstwert des Lehrers, der den Schülern Sicherheit vermittelt.

Mit seinem Vortrag, der wissenschaftlich belegt war, aber auch mit vielen Beispielen aus dem täglichem Leben Lacher oder zustimmendes Nicken im Publikum erzeugte traf Stefan Schmid genau das Thema, das vielen Lehrern auf den Nägeln brennt.


Fortbildungsveranstaltung "Montessori-Pädagogik für das junge Kind"

Am Montag, 29.10.2018 fand eine Fortbildungsveranstaltung der KEG in Roding statt.

Thema: „Montessori-Pädagogik für das junge Kind“

Die Referentinnen Frau Rita Steibel und Frau Sybilla Kraidl, zertifizierte Dozentinnen der Deutschen Montessori-Gesellschaft aus Eichstätt  gaben Einblick in das Leben der Reformpädagogin Maria Montessori. Durch das Montessori-Material und den dem damit verbundenen Darbietungen erhielten die 20 Teilnehmerinnen aus den Kindertagesstätten Einblick zu den fünf Materialbereichen (Unterstützung und Entwicklung der Wahrnehmung, des mathematischen Geistes, der Alltagsprozesse, der kommunikativen Kompetenz und des vernetzten Denkens.

 

Führung durch das Waldnaabmuseums

Nach der Burg Falkenberg schauten sich KEG-Mitglieder zum Ende des Schuljahres in der Burg Neuhaus , im Besitz der Stadt. Windicheschenbach und vom OWV-Zweigverein betrieben, um. Was sich hinter den mächtigen Mauern der denkmalgeschützten Burg aus dem Jahr 1300 verbirgt, erfuhren sie von Stockwerk zu Stockwerk vom OWV-Vorsitzende Reinhard Heine. „Alles Schenkungen aus den vergangenen sieben Jahren“, war dieser stolz darauf. Fotodokumentationen von gestern und heute, Erinnerungsstücke von Heimatvertriebenen aus Schlesien und dem Sudetenland, Oberpfälzer Handwerkskunst und vieles mehr  ließen die KEGler in die Geschichte eintauchen und hatten in Heine einen exzellenten Führer an ihrer Seite, dem es ein großes Anliegen ist, dass Schulklassen sich das alles im Rahmen ihres Unterrichts anschauen sollten. Heiraten oder Feiern ist im historischen Ambiente dieser Burg auch möglich. Vom 28 Meter hohen Butterfassturm hat man einen herrlichen Rundblick über das Oberpfälzer Hügelland bis hin zur Landegrenze zu Tschechien. Bei einer Brotzeit anschließend im Gasthaus „Zum Waldnaabtal“ ließ man diesen Nachmittag gemütlich ausklingen.


Fortbildungsveranstaltung: Störungen im Unterricht verstehen und damit umgehen lernen!

Fortbildungsveranstaltung für Erzieher/Innen, Lehrkräfte und Pädagogen!

23.10.2018

Dreifaltigkeits-Mittelschule, Krumbacher Str. 2, 92224 Amberg

Beginn: 18:00 Uhr

 

25.10.2018

AWO - Brennesstraße 2, 93059 Regensburg

Beginn: 19:00 Uhr

 

Störungen im Unterricht verstehen und damit umgehen lernen!

Stefan Schmid, PRB Coach zert. (Univ. Zürich/ Univ. Osnabrück)

Immer mehr Lehrkräfte, ErzieherInnen, pädagogische MitarbeiterInnen und BetreuerInnen leiden unter zunehmenden Störungen ihrer Arbeit durch die Kinder.   Wir fragen uns immer öfter wie wir diesen zukünftig begegnen sollten und fühlen uns dabei oft ratlos.
Mit Stefan Schmid, PRB Coach zert. (Univ. Zürich / Univ. Osnabrück) erleben Sie einen ganz neuen, wissenschaftlich zertifizierten und hoch erfolgreichen Ansatz (Gelbe Schule) zu dieser Thematik, der den eigenen Selbstwert und die eigene Haltung in den Mittelpunkt stellt.

Anmeldung telefonisch oder per Mail erbeten an die KEG Geschäftsstelle!

 

Telefon: 0941/597 22 35

E-Mail: KEG.Oberpfalz(at)t-online.de

 

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend!

Ihr Bezirksvorstand der KEG Oberpfalz


KEG NIMMT STELLUNGNAHME ZUM "LÄNDERMONITOR FRÜHKINDLICHE BILDUNGSSYSTEME"

Am Montag, 28.08.2018, stellte die Bertelsmann-Stiftung den "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" vor. Die Studie zeigt, dass die Zahl der betreuten unter Dreijährigen stetig ansteigt.
Betrachtet man die letzten fünf Jahre, so stieg die Zahl um mehr als 36 Prozent. Inzwischen gehen bundesweit mehr als 760.000 Kleinkinder in eine Krippe. Eine Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung sind vor dem Hintergrund steigender Kinderzahlen für die KEG daher unabdingbar.
Erfreulicherweise zeigt die Erhebung, dass sich die Kita-Qualität insgesamt weiterentwickelt habe. So ist es ein Erfolg, dass sich im bundesweiten Durchschnitt die Ausstattung und der Personalschlüssel in Krippen und Kindergärten verbessert haben. 2012 kümmerte sich eine Krippen-Fachkraft durchschnittlich um 4,8 Kinder, heute sind es 4,3 Kinder pro Betreuer. In Kindergärten zeichnet sich ein ähnliches Bild: Auf einen Betreuer kommen im Schnitt 9,1 Kinder, vor sechs Jahren waren es noch 9,8.


Große Unterschiede beim Personalschlüssel
Die schlechte Nachricht der Studie ist: Zwischen Ost und West gibt es hinsichtlich des Betreuungsschlüssels ein großes Qualitätsgefälle. So kümmert sich in Bayern eine Fachkraft im Schnitt um 3,7 Krippenkinder, in Sachsen um 6,4 Kinder. „Diese Qualitätsunterschiede darf es nicht geben. Wir brauchen bundesweit Personalschlüssel, die den Kindern sowie den Fachkräften gerecht werden und die eine gute Bildung und Betreuung von allen Heranwachsenden ermöglichen.", so Ursula Lay, Landesvorsitzende
der KEG Bayern.


Anfang 2019 will die Bundesregierung die Steigerung der Kita-Qualität voranbringen und das "Gute-Kita-Gesetz" soll in Kraft treten. Bis zum Jahr 2022 werden rund 5,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Jedes Bundesland wird dann selbst entscheiden können, wie es diese Mittel einsetzt. Ein Engagement der Länder bleibt deshalb Voraussetzung. Aus diesem Grund wird sich auch die KEG weiterhin in ihren politischen Gesprächen stark für eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels und die Qualifizierung von
ausreichend Fachpersonal einsetzen.


Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung
V.i.S.d.P.: Ursula Lay
presse(at)keg-bayern.de


Workshop für Dienstanfänger

Wie jedes Jahr im Juli veranstaltet die KEG Oberpfalz für Dienstanfänger, die im kommenden Schuljahr ihren Dienst an einer Schule antreten, einen Workshop zum Thema „Startest du im September ins Referendariat? – Die ersten Schulwochen organisieren und planen“

 

Unter dem Aspekt – Wo drückt der Schuh? Haben die jungen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, praktische und sofort umsetzbare Tipps und Tricks von erfahrenen Kollegen zu bekommen. Dies wird für die Grund- wie auch Mittelschule angeboten.

Der hohe Zulauf der Veranstaltung zeigte die Notwendigkeit und die Qualität unserer Veranstaltung, die sich bereits herumgesprochen hat.

 

Auch im kommenden Jahr soll der Workshop wieder angeboten werden.


Jahresempfang des Diözesankomitees

Edmund Speiseder (Kath. Elternschaft - KED), Tanja Köglmeier (KLJB), Bischof Rudolf Voderholzer, Vorsitzende des Diözesankomitee Karin Schlecht (KDFB), Beate Reindl (stv. Vorsitzende KEG Oberpfalz), Christine Schießl (Bezirksvorsitzende KEG Oberpfalz), Andrea Alt (Referat Sozialpädagogik)

Auch in diesem Jahr waren Vertreter der KEG der Einladungdes Diözesankomitees zum Jahresempfang im Innenhof des bischöflichen Ordinariats gefolgt.

Weitere Informationen zum Empfang:

www.dioezesankomitee-regensburg.de/aktuelles-dioezesankomitee/217-jahresempfang-des-di%C3%B6zesankomitees-das-christentum-ist-eine-mitmachreligion.html

 

 


Bezirkswallfahrt 2018 "Fahrenberg"

Am Samstag, den 06. Oktober 2018 startet die Wallfahrt auf den Fahrenberg um 10Uhr.

 

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen:

Einladung KEG Wallfahrt 2018

 

Das Dokument zur Anmeldung finden Sie hier:

Anmeldung KEG Wallfahrt

(zum Bearbeiten bitte mit Adobe Acrobat öffnen)

Lassen Sie uns Ihre Antwort einfach per Mail zukommen: KEG.oberpfalz(at)t-online.de



Wallfahrtskirche in Kallmünz – ein „Großklinikum“

Über 30 KEG-Mitglieder aus den Kreisverbänden Neumarkt und Regensburg gingen zwar nicht auf Kandinskys und Münters Spuren, sie genossen aber wie diese den Glanz der Landschaft und die Romantik des Ortes.

Schwerpunkt war die Sebastianskirche auf dem Auberg. In einer Videoschau führte Studiendirektor Dieter Schwaiger Geschichte, Architektur und besonders die künstlerische Ausstattung dieser Kirche vor Augen. Schwerpunkt legte er auf den Hintergrund der Erbauung und der damit verbunden lebhaften Wallfahrt im 18. Jahrhundert. Im Jahre 1713 brach in der Gegend um Regensburg eine Pest aus, die letzte dieser tödlichen Krankheit in der Oberpfalz. Die Einwohner von Kallmünz gelobten, sie würden eine Kirche auf dem Auberg zu Ehren des hl. Sebastian erbauen, wenn sie vom „schwarzen Tod“ verschont blieben. Und tatsächlich: Kein Kallmünzer erkrankte an dieser Seuche, obwohl sie in Nachbarorten schrecklich wütete.

Das versprochene kleine Kirchlein wurde noch im Jahr 1713 von der gesamten Marktgemeinde errichtet, die Erweiterung erfolgte später. Sie war den „Pestheiligen“ Sebastian und Rochus, sowie der hl. Apollonia geweiht.

Im Lauf des 18. Jahrhunderts entwickelte sich eine intensive Wallfahrt zur Sebastianskirche. Die Menschen aus der Umgebung trugen ihre Anliegen, alle ihre körperlichen und seelischen Probleme auf den Auberg, beichteten dort und nahmen am Gottesdienst teil. Für jede Krankheit wurde ein spezieller Heiliger oder eine Heilige gefunden, an den oder an die man sich wenden konnte. Die Verehrung der 14 Nothelfer bestätigt diese Praxis. Diese Art der Heiligenverehrung war seit dem Spätmittelalter üblich. Uns mag das fremd erscheinen, aber Dieter Schwaiger gab zu bedenken, dass dieser anstrengende Fußweg zum Heiligtum, die Begegnung mit vielen ebenfalls leidenden Menschen und die rituellen Übungen sehr oft Erleichterung des Leidens, ja sogar Heil und Heilung brachten. Er meinte, man könne die damaligen Wallfahrtsorte ganz bestimmt mit heutigen „Reha-Kliniken“ vergleichen.

Nach dem Mittagessen stiegen die Teilnehmer bei starker Sonne die kantige Steintreppe zur Sebastianskirche hinauf und konnten das in Powerpoint Vorgeführte in der Realität betrachten und vertiefen.

Wer noch nicht zu müde war, konnte im Anschluss an die „Wallfahrt“ an einer von Heimatführer Bruno Gallhuber mit profundem Sachwissen geleiteten Ortsführung teilnehmen.

Die Kreisvorsitzende von Regensburg, Angela Kiendl, dankte dem Neumarkter Vorsitzenden Peter Braun für seine Idee, zwei Kreisverbände zu dieser Veranstaltung zusammenzuführen, und ganz besonders für seine ausgezeichnete Organisation.

Josef Kraus









Bezirksvertreterversammlung der Katholischen Erziehergemeinschaft in Cham

Im Zentrum der Veranstaltung standen der festlich gestaltete Gottesdienst, zelebriert von Domdekan Prälat Johannes Neumüller und Pfarrer Eckert, Geistlicher Beirat der KEG Oberpfalz und der anschließende Festakt. Die Gruppe Happy Voices übernahm jeweils die die musikalische Umrahmung und setzte mit ihren ihrer Liedauswahl geschickt oberpfälzische Akzente.

 

Der Festakt selbst stand unter dem Motto „Rufbereitschaft – Rede und Antwort stehen“.

Die wiedergewählte Bezirksvorsitzende Christine Schießl griff dieses Thema auf und verwies auf die heutigen Handlungsfelder in Schule und Kindertagessstätten: Inklusion, Digitalisierung, Werteverlust. Sie stellte die Frage, wie diesen Anforderungen begegnet werden kann, wie der Einzelne dem gerecht werden kann.

 

Ständige Aufgabe eines jeden Erziehers ist es, da zu sein, offen zu sein für die ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Darauf verwies auch der Hausherr, Pater Peter Renju, in seinen einführenden Worten. Das Haus hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Anliegen der Menschen da zu sein. Als Oase der Stille und Besinnung lädt es ein, Belastungen mit dem Blick auf Freude und Ziel anzunehmen.

 

Frau Bürgermeisterin Karin Bucher stellte heraus, dass die KEG als Berufsverband neben den gewerkschaftlichen Aufgaben besonders die Erziehung der Kinder im Blick habe. Gerade in der heutigen Zeit, in der Menschen immer weniger Verantwortung für andere übernehmen, sei dies wichtig, um den Kindern ein stabiles Fundament zu bieten. Dabei dürften aber gerade auch Pädagogen nicht vergessen, auch mal abzuschalten, um den Aufgaben weiter gewachsen zu sein.

 

Domdekan Prälat Johannes Neumüller ging in seinen Grußworten noch einmal auf die Verbundenheit im Lebens- und Glaubensnetz ein, in dem auch Lehrer, Kinder und Eltern gemeinsam Verbundenheit erleben dürfen.

 

Stellvertretende Landesvorsitzende Walburga Krefting stellte die Rufbereitschaft der Pädagogen als wichtigen Aspekt erzieherischen Tuns heraus. Sie warnte aber auch vor einer Überlastung der Lehrkräfte und Erzieher und verwies auf notwendige Beschränkungen. In diesem Zusammenhang nannte sie Initiativen des Verbandes, so den Einsatz für eine Änderung des Zeugnisformats in der Grundschule.

 

 

Der Festvortrag wurde gestaltet von Pfarrer Rainer Maria Schießler. Als Geistlicher Beirat der KEG Bayern sei es ihm wichtig, im Verband aktiv für die Menschen da zu sein und z.B. Lehrkräfte in ihren Sorgen und Nöten zu begleiten. Er hat dieses Amt nicht als Titel angenommen, sondern als Aufgabe, die er auch mit Leben füllen möchte. Gerade in Berufen, in der Menschen sich solange aufopfern, bis sie keine Kraft und Motivation mehr spürten, die Stelle ihres Wirkens wieder zu betreten, bedarf es umso mehr der persönlichen Begleitung und Unterstützung.

 

 

Das Thema des Vortages „Rufbereitschaft“ sei durch Zufall entstanden, als ein Ehrenamtlicher Mitarbeiter sich abmelden musste, da er Rufbereitschaft habe. Dies brachte Pfarrer Schießler dazu, das Thema Rufbereitschaft auch im kirchlichen Kontext zu durchdenken. Um gerade in der Seelsorge für die Menschen da zu sein, muss die Erreichbarkeit gesichert sein – allerdings nicht als Erreichbarkeit einer bestimmten Person, sondern als Kirche, in der jederzeit jemand zu finden ist, der sich der Anliegen annimmt.

 

Rufbereit sein, so der Redner heißt, „offen sein“, „ Dasein“ zu jeder Zeit, für jede Person, auch für Außenseiter, bei jedem Problem. Kirche muss Dasein, wenn sie gebraucht wird, nicht als mechanische Ansage in Form eines Anrufbeantworters, sondern unmittelbar, direkt, als Mensch. Dabei sah Pfarrer Schießler durchaus die Notwendigkeit, dass der Einzelne mit seinen Kräften haushalten muss, dass man nicht 24 Stunden am Tag verfügbar sein kann. Ständig rufbereit sein muss aber die Kirche, sie muss sich dem stellen, sie muss immer erreichbar sein.

Pfarrer Schießler legte die Finger in manche Wunde, sah auch die Notstände in der katholischen Kirche: eine zurückgehende Anzahl der Geistlichen, riesige Pfarrverbünde, Schwellenängste der Menschen, Gläubige, die der Kirche oft mit Skepsis gegenüberstehen. Damit aber müssen wir lernen, umzugehen. Mit Begeisterung Christ sein, das sieht er als Chance und Auftrag zugleich. Pfarrer Schießler warb dafür, neue Wege zu gehen, den Menschen die Freiheit zu lassen, sich für das Christsein zu entscheiden.

Katholisch sein, das heißt für ihn nicht Gleichmacherei und Uniformität, sondern Einheit. Jeder Einzelne muss sich in seiner Pfarrgemeinde „Dahoam fühlen“, sicher fühlen. Jeder Einzelne muss sich angenommen fühlen. Wie Pfarrer Schießler dies in seiner Pfarrei gelingt, veranschaulichte er anhand zahlreicher Beispiele.

Mit seiner humorvollen und doch eindringlichen Art nahm er seine Zuhörer gefangen und setzte wertvolle Impulse für die weitere Arbeit im Bezirksverband.

Abschließend dankte Bezirksvorsitzende Christine Schießl für die Grußworte und den eindringlichen Festvortrag und lud alle Anwesenden zum gemeinsamen Mittagessen ein.

 

 

Chamer Bürgermeisterin Karin Bucher
Domdekan Prälat Johannes Neumüller
Stellvertretende Landesvorsitzende Walburga Krefting
Pfarrer Rainer Maria Schießler
Dank an Andrea Alt für die Vorbereitung der BVV
Dank an Josef Gruber für die Arbeit im Referat
Dank an Ulrike Neiser für ihre Arbeit im Kreisverband
Dank an Doris Müller für ihre Arbeit im Referat
Gruppenfoto Vorstand
Gruppenfoto Redner
 
 

Mitglied der KEG Oberpfalz wurde 100 Jahre alt

Die KEG Oberpfalz durfte ihrem Mitglied Frau Maria Baumann zu einem sehr außergewöhnlichen Geburtstag gratulieren – sie wurde 100 Jahre alt.

Als Gratulant für den Bezirksverband Oberpfalz besuchte Lothar Drachsler, stv. Bezirksvorsitzender, Frau Baumann im Seniorenheim. Er beschrieb Frau Baumann als sehr nette, rüstige und voll im Leben stehende ältere Frau.

1917 in Unteraich geboren, ging sie dort auch zur Schule und war auch kurze Zeit als Lehrerin an der Schule tätig.

Ihr erster Einsatz war 1937 an der Knabenschule in Schwandorf: eine 1. Klasse mit 60 Buben, eine sehr nette und brave Klasse.

Während des 2. Weltkriegs musste sie an vielen verschiedenen Schulen für kurze Zeit (ein paar Wochen, ein paar Monate) aushelfen. Während der Kriegszeiten gab es „Kohleferien“, die Schule blieb kalt – vormittags wurden die Kleinen unterrichtet, am Nachmittag die Großen.

 

Sie erzählte, dass es in der Nachkriegszeit praktisch nichts gab: keine Tafeln, Hefte, Schulbücher, usw. Aber -  Not macht erfinderisch: Vom Kirchturm in Weidenthal wurden die Schieferziegel abgenommen, aus einigen wurden Schiefertafeln für die Kinder, diese schrieben mit Aluminiumnägeln darauf! Die ersten neuen Schulbücher nach dem Krieg brachte der Nikolaus (gespielt von Maria Baumann selbst). Sie unterrichtete anschließend 20 Jahre in Weidenthal und ebenso lang in Niedermurach.

1979 wurde sie pensioniert und machte 1980 eine große Reise in die USA, um dort ihre Verwandtschaft, die bereits 1907 dorthin ausgewandert war, zu besuchen. Sie hat bis heute zu ihnen Kontakt, der Gratulationsbrief liegt auf Ihrem Tisch, die englische Sprache mag sie sehr gerne. Frau Baumann ist noch sehr fit, nur ihre Augen haben stark nachgelassen, so dass sie sich sehr schwer mit dem Lesen tut. Dafür hört sie gern Radio. Lothar Drachsler überreichte im Namen der KEG Oberpfalz Blumen und ein Geschenk, über das sich Frau Baumann sehr freute.


Ehrungen im Kreisverband Tirschenreuth 2016

Am Montag, den 28. November 2016, trafen sich einige Mitglieder des KEGKreisverbandes Tirschenreuth zu einem vorweihnachtlichen Beisammensein. Dabei wurden verdiente Mitglieder für ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft geehrt: Dieter Steinhauser für 55 Jahre und Bärbel Kunz, Christa Scheiber, Marie-Luise Schröpf und Gertrud Schultes für jeweils 50 Jahre. Vorsitzender Uli Sangl bedankte sich bei den Jubilaren für die jahrzehntelange Treue zur KEG.


Die Staatliche Bibliothek Regensburg präsentiert den KEG-Mitgliedern ihre Schätze

 

Der Leiter der Staatlichen Bibliothek Regensburg, Dr. Bernhard Lübbers, greift einige seiner Schätze heraus und gibt Erläuterungen dazu. Ein großes, dickes Buch, ohne Schnitt und in zerfleddertem Zustand, stammt aus der Bibliothek des Klosters St. Emmeram. Es enthält die Todesanzeigen von Mitgliedern verschiedener Klöster, z. B. aus dem Kloster Nonnberg in Salzburg. Ein wahrer Schatz für Forscher, weil den Todesanzeigen auch ausführliche Biographien der Verstorbenen beigefügt sind. Der Band mit den hebräischen Schriftzeichen ist Zeuge der Vertreibung der Juden aus Regensburg im Jahre 1519. Das Pergamentblatt einer zerstörten jüdischen Schrift wurde als Verkleidung des Deckels eines anderen Buches wiederverwertet. Aktuelle Druckprodukte fehlen nicht. Die Mittelbayerische Zeitung liegt als gebundene Monatsausgabe auf dem Tisch. Auch ein altes Telefonbuch aus den Jahren 1943/44, ein schmales Bändchen für die gesamte Oberpfalz kann eingesehen werden.

Neben den Betrachtungen der Ausstellungsstücke gibt Dr. Lübbers erstaunliche Informationen über „seine“ Bibliothek. Insgesamt sind in der Bibliothek 360.000 Medieneinheiten und über 1000 Handschriften verfügbar. In den Lesesälen werden 20.000 Titel präsent gehalten. 70.000 urheberrechtsfreie Bände sind online abrufbar.

Dr. Lübbers erklärt – und freut sich darüber –, dass die Bibliothek in zunehmendem Ausmaß besucht wird. Er sei überrascht darüber, dass trotz der Digitalisierung (e-books, online-Zugang zu Literatur) die emotionale Bindung an das „handhabbare“ Buch geblieben sei.

Die Vorsitzende Angela Kiendl dankte Herrn Dr. Lübbers auf Herzlichste für die sachkundige und lebendige Offenbarung seiner Schätze. Sie schenkte ihm ein Büchlein, dessen Autorin, Dr. Ilse Kammerbauer, anwesend war, machte dann einen Schwenk von der Bibliothek in die Vinothek und überreichte ihm zwei Flaschen edlen Weines.

 

Josef Kraus


KEG ehrt Mitglieder

„Nicht das Beginnen wird gelobt, sondern das Durchhalten“Im feierlichen Rahmen traf sich der KEG-Ortsverein Regensburg im Kolpingszimmer in Regensburg. Ein Höhepunkt war die Ehrung von 24 Mitgliedern, die der Gemeinschaft 25, 30, 35, 45, 50 und 55 Jahre die Treue gehalten haben. Die Vorsitzende Angela Kiendl berichtete, dass zwei Kolleginnen, Marianne Dolhofer und Emma Siebzehnriebel, erstaunliche 70 Jahre bei der Gemeinschaft sind; sie konnten aber leider wegen Krankheit nicht anwesend sein.Von den Anwesenden geehrt wurden für 50 Jahre Treue zur KEG Reinhard Schmucker, für 45 Jahre Josef Heinz, für 40 Jahre Franz Baumgärtner und Josef Kraus sowie für 35 Jahre Claudia Hefele, Lydia Petrick und Anna-Maria Schindler. Frau Kiendl brachte ein Zitat von Katharina von Siena: „Nicht das Beginnen wird gelobt, sondern das Durchhalten.“ Sie wies im Zusammenhang mit dieser Aussage darauf hin, dass in heutiger kurzlebiger Zeit solche Treue zu einem Verband oder Verein und seinen Prinzipien nicht mehr selbstverständlich sei. Umso mehr verdiene lange Mitgliedschaft Lob und Anerkennung. Das Saitenduo Heinz-Islinger umrahmte die gesellige Zusammenkunft und die Mitgliederehrung.

 

Josef Kraus


Ein Juwel: Die Orgel in der Kirche von Oberndorf

Die Kreisgruppe Regensburg der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) war unter der Führung ihrer Vorsitzenden Angela Kiendl schon des Öfteren auf der Suche nach „Mauerblümchen“ in der Gegend um Regensburg. Das heißt: man sucht ein Kulturdenkmal, das so unauffällig am Rande steht und den Teilnehmern kaum bekannt ist, das sich aber dann als wunderbare Rose oder als Schatzkästchen erweist.

Eine solche Erfahrung durften etwa 20 Mitglieder der KEG machen. Auf dem Programm stand: „Führung durch die Kirche Maria Himmelfahrt in Oberndorf“. Der Kunsthistoriker  Dr. Georg Köglmeier führte auf spannende Weise durch die Kirche. Er erklärte die Besonderheit des klassisch romanischen Tores, erläuterte die verschiedenen Epochen der Baugeschichte und Ausgestaltung von der spätromanischen Zeit bis hin zur barocken Umgestaltung, zur Ausgestaltung im Nazarenerstil im 19.Jahrhundert und schließlich hin zu der Entfernung der Elemente des Nazarenerstils im der Mitte des 20. Jahrhunderts. Eine ganz große Besonderheit ist die Friedhofskapelle, die der Normalbesucher der Kirche übersieht. Am auffallendsten dort ist ein Steinrelief aus der Zeit um 1430, das die Anbetung des neugeborenen Jesus durch die Weisen aus dem Morgenlande darstellt.

So interessant und sachkundig die Führung auch war und für viele Zuhörer überraschend neue Aspekte erschloss, als das eigentliche Schätzkästchen der Kirche entpuppte sich die Orgel. Auf den ersten Blick nichts Besonderes: Wer hinaufschaut, sieht das Gehäuse aus dem 19. Jahrhundert. Aber ihre 14 Register sind im alten, nach hinten erweiterten Gehäuse untergebracht. Mit der Firma Mathis aus der Schweiz konnte ein Orgelbauer von internationalem Rang gewonnen werden. Aus derselben renommierten Werkstätte stammt die Papst-Benedikt-Orgel in der Alten Kapelle Regensburg und auch die Orgel der Sixtinischen Kapelle im Vatikan.

Was ist die Motivation, für diese Kirche diese wertvolle Orgel zu bauen? Lassen wir zunächst den Vertreter der Firma Mathis sprechen. Er baute nicht „für eine kleine Kirche wie diese eine kleine Orgel, sondern für diesen barocken Kirchenraum eine entsprechend süddeutsche barocke Orgel.“ Und die Bewohner von Oberndorf sagten „Ja!“ Sie ließen es nicht bei Worten, sondern gründeten einen Orgelbauverein und spendeten und spendeten. Es ist erstaunlich, dass eine so kleine Gemeinde von gut 300 Personen sich so ein edles und wertvolles Stück leisteten. Das verdient höchste Anerkennung. Anerkennenswert ist es auch, dass die Orgel kein Museumsstück bleibt: sie steht allen aus der Marktgemeinde, die das Orgelspiel erlernen wollen, das hervorragende Instrument zum Üben zur Verfügung.

Höhe punkt der Kirchenführung war der Hörgenuss. Herr Berghammer, der sich stark für diese Orgel ins Zeug gelegt hatte, gab der Gruppe eine Hörprobe quer durch Musikgeschichte und quer durch die Register und die Tonarten. Ein wahrer Genuss!

Josef Kraus


Adventfeier der KEG - Ehrung langjähriger Mitglieder

Do. 14.12.2017 im Johanneszentrum in Neumarkt

Die vorweihnachtliche Feier der Kath. Erziehergemeinschaft stand unter dem Thema „Menschen auf dem Weg zur Krippe“. Michael Mederer  aus Neumarkt zeigte ein Bild von Sieger Köder mit dem Titel „ Wir haben seinen Stern gesehen“, bezogen auf Mt. Kap.2. In seinem Meditationstext lenkte er die Aufmerksamkeit auf die dargestellten drei Personen und deren Haltungen.  

Domkapitular Norbert Winner verteilte einen Farbdruck mit der diesjährigen Weihnachtsbriefmarke an die Anwesenden. Die im Drei-König-Altarbild von Maler Stefan Lochner dargestellte Geburtsgeschichte erklärte er ausführlich. Dabei ging er auf die Lebensgeschichten der beiden Kölner Stadtpatrone St. Ursula und St. Gereon ein. Die musikalische Umrahmung der Feier erfolgte durch Irmgard Braun, die auf dem Akkordeon Weihnachtsweisen spielte und die ausgewählten Weihnachtslieder begleitete.

Anschließend ehrte der Kreisvorsitzende Peter Braun mehrere Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft: Frau Karolina Gloßner für die 65 Jahre, Helga Liedl und Karl Höchbauer für 60 Jahre, Peter Strobl für 50 Jahre.   

Für 2018 stellte er das Jahresprogramm mit Monatsveranstaltungen vor.

Text: Peter Braun, Im Kaplier 1, 92318 Neumarkt   Tel. 09181-42552


Wanderwoche in Südtirol für aktive Senioren

 

Unter diesem Motto verbrachten aktive Senioren der KEG unter der Leitung von Peter Braun vom 8. bis 15. Oktober sonnige Tage in St. Michael. Die Tagestouren führten die Teilnehmer nach Kaltern, Montiggl, Meran, Marling,  Algund, Langfenn und auf den Mendelpass. Bei den Wanderungen um die Montiggler Seen und an Waalwegen entlang war jeweils eine Einkehr angesagt. In der Pension Steingarten in St. Michael wurden die Gäste von Fam. Giuliani bestens versorgt. Der Gottesdienstbesuch in der Basilika des Klosters Neustift bildete den Abschluss.


„Historischer Tag“ in Sulzbürg

Auf großes Interesse stieß der vom Kreisverband Neumarkt angebotene „historische Tag“ in Sulzbürg. Der über 400 Jahre selbstständige Markt wurde 1976 im Rahmen der Gebietsreform aufgelöst und Ortsteil der Gemeinde Mühlhausen. Der Leiter des Landlmuseums Ludwig Schiller begleitete die Teilnehmer den Tag über und erwies sich als exzellenter Kenner der Geschichte des „Landls“.  Er begann seine Führung im katholischen Friedhof. Hier ist ein Rest vom Torwärterhaus und der zugemauerte Eingang der evangelischen Schlosskirche Sankt Michael zu sehen. Diese Barockkirche mit Kanzelaltar wurde 1719-1723 vom Grafen Christian Albrecht von Wolfstein im Markgrafenstil erbaut. Bei der Renovierung in den Jahren 1987 bis 1990 wurden das Äußere, das Innere und die Gruft der gräflichen Grablege umfassend renoviert. Die zweite Kirche auf dem Schlossberg zu Sulzbürg ist die katholische Pfarrkirche „Mater Dolorosa“. Kurfürst Maximilian II. Josef hatte nach dem Tod der Reichsgräfinwitwe das gesamte Familiengut der Wolfsteiner erworben. Er ließ, um Streitigkeiten mit der evangelischen Bevölkerung zu vermeiden, 1756 eine eigene katholische Hof- und Missionskirche neben dem protestantischen Gotteshaus errichten. Am Nachmittag war die „Geschichte der Sulzbürger Juden“ das erste Thema. Am Eingangstor zum „Judenfriedhof“ erzählte Herr Schiller von der Entstehung und dem Niedergang der jüdischen Gemeinde, die in der Errichtung einer Synagoge und eines jüdischen Friedhofs ihren sichtbaren Ausdruck fand. Im Friedhof sind 360 Grabsteine zu sehen. Die letzte Bestattung fand 1938 statt.  An ausgewählten Grabmalen zeigte der Museumsleiter die Symbolik, Hinweise auf das religiöse Leben und und die Zeitangaben.  Zuständig für den Erhalt ist die Bayerische Kultusgemeinde München. In der evangelischen „Marktkirche“ Zur Heiligen Dreifaltigkeit werden in den Wintermonaten die Gottesdienste der evangelischen Gemeinde gefeiert. Sonst dient sie als Friedhofkirche, da sie am evangelischen Friedhof steht. Die Führung im Landlmuseum war der Höhepunkt des Tages. Hier konnte der Museumsleiter auf die Arbeit seiner Vorgänger Kurt Wappler und Friedhelm Kurz aufbauen. Eine umfassende Neugestaltung der Museumsräume beeindruckt die Besucher. Die Geschichte der Wolfsteiner, Herrscher über die Reichsfreie Grafschaft Sulzbürg und Pyrbaum, die ehemaligen Schlösser Obersulzbürg und Untersulzbürg und das friedliche Zusammenleben verschiedener Konfessionen und Kulturen über viele Jahrhunderte sind sorgfältig dokumentiert. Zuletzt  ließ Herr Schiller einen Blick ins Archiv im Dachgeschoss werfen und verriet seine nächsten Vorhaben im Ausstellungsbereich. Für die fachkundigen Erläuterungen an den fünf Orten der Erkundung bedankte sich Vorsitzender Peter Braun bei Museumsleiter Ludwig Schiller.    

Text: Peter Braun

Bilder:     Evangelische Schlosskirche St. Michael

Katholische Pfarrkirche Mater Dolorosa

Jüdischer Friedhof

Marktkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit

Landlmuseum – Modell des Schlosses Obersulzbürg


Besuch der BAYERISCH-TSCHECHISCHEN LANDESAUSSTELLUNG „KARL IV.“

Kurz vor dem Ende der Landesausstellung machten sich Mitglieder der KEG Neumarkt und einige Gäste auf um die Sonderausstellung „KARL IV.“ zu besuchen. Anlässlich des 700. Geburtstags Kaiser Karls IV. hatten die Tschechische Republik und der Freistaat Bayern eine gemeinsame Landesausstellung zunächst in Prag und anschließend in Nürnberg angeboten.       In der Führung durch den Historiker Dr. Matthias Ebner erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes aus der Lebens- und Regierungszeit Kaiser Karls IV.. Eine kritische Würdigung seiner Herrscherpersönlichkeit, seines Herrschaftskonzepts und seiner Bedeutung für die Residenzstädte Prag und Nürnberg waren Inhalte des Vortrags. Einen thematischen Schwerpunkt bildete die Rezeption Karls IV. auf böhmischer und deutscher Seite, die bis heute jeweils sehr unterschiedliche Sichtweisen zeigt. Deutsche Historiker sahen in Karl IV.  lange den „Erzstiefvater des Reichs“, weil er für seine Hausmachtpolitik in großem Umfang Reichsgut verpfändete. In Böhmen gilt er dagegen bis heute als „Vater des Vaterlandes“.  Er machte Prag durch die Erhebung zum Erzbistum, die Gründung der ersten Universität in Mitteleuropa, den Bau des Veitsdoms und der steinernen Karlsbrücke zur prachtvollen Metropole. Das historische Zentrum Prags zählt vor allem wegen dieser Bauten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu sehen waren mehr als 180 Exponate der Tafel- und Buchmalerei,   Goldschmiedearbeiten, Skulpturen, Textilien, Kunstgewerbe, Handschriften und Urkunden, Waffen, Münzen und Objekte aus Archäologie und Klimaforschung.

Im Anschluss an die Führung bestand die Möglichkeit Filmsequenzen anzusehen und an Hörstationen einen neuen und spannenden Blick auf den Herrscher zu erhalten. Vorsitzender Peter Braun bedankte sich bei Herrn Dr. Ebner für die sehr kurzweilige und „kundengerechte“ Führung und ermunterte die Teilnehmer zu einer Einkehr im Mautkeller.

Text: Peter Braun


Skulpturenweg bei Ilsenbach

Gegen Schuljahrsende stand bei der Kreisgruppe der Skulpturenweg mit  acht Stelen in Ilsenbach, eine Wanderung mit Kunst- und Naturerlebnissen, auf dem Programm. Die erste Stele in der Nähe der Wallfahrtskirche St. Quirin, stellt einen Bezug zum Namenspatron der Kirche dar. Die Attribute Quirins, dargestellt als Reiter, sind das Schild mit den fünf Kugeln und die Lanze. Sie weisen auf ihn als Tribun in Rom hin. Nach der Heilung von Tochter Balbina, abgebildet auf der rechten Seite der Stele, trat Quirin zum christlichen Glauben über. Er blickt zu dem die Arme ausbreitenden Christuskind in den Armen Mariens. Die Figuren auf dem rechteckigen Flossenbürger Granit sind nur zum Teil aus dem Untergrund gelöst. Auf der Rückseite der Stele ist ein Mann mit einer Pilgerfahne dargestellt, die die nahe gelegene Wallfahrtskirche ausweist. Es gibt noch weitere sieben Stelen auf dem Skulpturenweg, die jeweils in einem Flyer abgebildet und beschrieben sind. Diesen kann man sich kostenlos am Ortsausgang von Ilsenbach besorgen. Die einzelnen Themen sind: die Zeit, Raubritter und Kraniche, die Baumtruhe, über den eigenen Schatten springen, der Weg ist das Ziel, der Schatzsucher, der Baum, teils aus verschiedenen Materialien. Der Rundwanderweg mit Skulpturen von ungeheurer Ausdruckskraft fügt sich harmonisch in die Natur ein und ist ein romantisches Erlebnis für jeden, der sich auf den Weg macht. Für Gruppen gibt es Führungen, Anmeldung bei Frau Kriechenbauer, Rotzendorf, Telefon 09602/1316.


Bild: Betrachtung der ersten Stele, der Quirinstele, des Skulpturenweges

Text und Bild: Erich Spickenreither