Bayern hat das "Gute-Kita-Gesetz" unterzeichnet

KEG Bayern appelliert: „Geld für mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, eine vergütete Erzieherausbildung und höhere Löhne einsetzen!“

Bayern wird als zwölftes Bundesland das "Gute-Kita-Gesetz" umsetzen. Die Staatsregierung unterzeichnete am 23.September 2019 in München die entsprechende Vereinbarung. Der Freistaat erhält dadurch von der Bundesregierung 861 Millionen Euro.

Die KEG Bayern, als Berufsverband für Lehrkräfte und Pädagogen sieht den Einsatz dieses Geldes für die Entlastung der Eltern und den Ausbau der Kitas positiv. Landesvorsitzende Walburga Krefting appelliert jedoch an die Landesregierung: „Beitragsfreiheit sei per se eine gute Sache, aber sie dürfe eben nicht zu Lasten der Betreuungsqualität gehen.“ Die KEG Bayern fordert deshalb  Bund und Länder auf, an ihrem Versprechen festzuhalten, eine vergütete Erzieherausbildung und höhere Löhne für das Personal umzusetzen. Dies sei dringend  notwendig, wie die kürzlich veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Kindertagesbetreuung in Deutschland zeigt.  Allein in Bayern fehlen derzeit rund 7.200 Vollzeitkräfte für die Kindertageseinrichtungen. Doch gerade der Personalschlüssel ist entscheidend für die Betreuungsqualität und somit für die spätere Entwicklung der Jüngsten. Daher macht sich die KEG Bayern für gesetzlich festgelegte Qualitätsstandards in der frühen Erziehung, Bildung und Betreuung stark. Außerdem ist es aufgrund des Fachkräftemangels ebenso wichtig, gut ausgebildetes Personal zu gewinnen und den Beruf aufzuwerten. Um dies zu erreichen müssen die vorhandenen Mittel vor allem in eine bessere Vergütung und in attraktive Ausbildungswege  investiert werden. „Nur so erreichen wir mehr Interessierte für diesen wundervollen Beruf,“ so Krefting weiter. Darüber hinaus gibt die KEG Bayern zu bedenken,  das auch nach der Laufzeit des Gute-Kita-Gesetzes bis 2022 zusätzliche Mittel für weitere Qualitätsverbesserungen unbedingt benötigt werden.

zurück