Stellungnahme der KEG Landesvorsitzenden vom 21. Mai 2021

Das Förderprogramm gemeinsam.Brücken.bauen: Klingt gut, trägt nicht

Das Kultusministerium hat umfangreiche Förder- und Nachhilfeprogramme vorgestellt. Nur eine zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Wer soll diese umsetzen?

Das Kultusministerium hat umfangreiche Förder- und Nachhilfeprogramme vorgestellt.
Nur eine zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Wer soll diese umsetzen? Dazu bräuchte es eine deutlich bessere personelle Ausstattung der einzelnen Schulen und viel Zeit. Dies wurde bei der Planung dieser Programme überhaupt nicht berücksichtigt. Besonders an Grund-, Mittel- und Förderschulen war der Personalmangel bereits vor der Pandemie ein großes Problem und hat sich im letzten Jahr noch zusätzlich verschärft. Und besonders hier ist der durch Corona entstandene Förderbedarf am umfangreichsten.

Will man auch nur Teile des vorgestellten Programms umsetzen, benötigt man gerade an diesen Schulen spürbar mehr Lehrkräfte und zusätzliches pädagogisches Personal, das dauerhaft zur Verfügung gestellt wird, ohne an anderen Stellen wieder einzusparen.

Aber nicht nur die Frage der Personalgewinnung bleibt unbeantwortet. Offen ist auch, wann die ohnehin am Anschlag arbeitenden Schulleitungen und Lehrkräfte die notwendigen Vorbereitungen für Brückenprogramme wie die "Sommerschule" leisten sollen.

Unsere Lehrkräfte brauchen jetzt vor allem umsetzbare Lösungen, Planungssicherheit weit über das kommende Schuljahr hinaus und endlich auch eine spürbare Entlastung der Schulleitungen. Ohne diese Grundvoraussetzungen ist das Programm gemeinsam.Brücken.bauen vor allem eines: Unrealistisch und praxisfern.

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