Pressemitteilung der KEG Bayern vom 11. November 2020

Das Problem mit der Durchmischung: Mehr Sicherheit für Religionslehrkräfte - jetzt weiterdenken!

Weniger Durchmischung durch gute Ansätze im Religionsunterricht - Vorschläge der KEG Bayern umgesetzt! Ideen zum Gesundheitsschutz aller Fachlehrkräfte stehen noch aus.

In der Pressekonferenz vom 10. November 2020 berichtete Kultusminister Prof. Piazolo von den Ergebnissen der Kabinettsitzung. „Priorität hat der Präsenzunterricht an Schulen“; so der Minister. Das ist und bleibt auch die Forderung die KEG Bayern. Dabei ist aus Sicht der KEG die Beschulung in konstanten Gruppen ein wichtiger Faktor für die Sicherheit aller Lehrkräfte. Das gilt insbesondere für diejenigen, die nur in einem oder zwei Fächern unterrichten und dadurch mit ca. 300 Kindern pro Woche in Kontakt kommen.

Positiv bewertet die KEG daher die zusätzlichen Bestrebungen der Landesregierung „Durchmischungen“ im Unterrichtsfach Religion zu reduzieren. Dadurch gibt es in diesem Fach mehr Sicherheit für die Lehrkräfte.

Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist der Religionsunterricht ein unverzichtbares Fach, um unseren Kindern und Jugendlichen Halt zu geben. „Wir freuen uns, dass der Vorschlag der KEG, den Modellversuch zum ‚konfessionellen Religionsunterricht in kooperativer Form‘ in Corona-Zeiten auf alle Schulen auszudehnen, Gehör gefunden hat und nun zusammen mit anderen Modellen umgesetzt wird“, so die Landesvorsitzende der KEG Bayern, Walburga Krefting.

Wichtig ist es jetzt aber auch, alle anderen Lehrkräfte, die ihre Fächer in ständig wechselnden und oft in großen Gruppen unterrichten in den Fokus zu nehmen. Es müssen weiter Ideen und Lösungen für Fachlehrer und Förderlehrer gefunden werden, die im Unterricht immer noch sehr viel Kontakt zu vielen Schülerinnen und Schülern haben. Besonders Fachlehrer*innen in praktischen Fächern benötigen zur Vermittlung der Unterrichtsinhalte teilweise direkten Kontakt zu den Kindern.

„Diese Gruppen sollten daher aktuell verstärkt im Fokus stehen, damit auch diesen Kolleg*innen größtmöglicher Schutz gewährt werden kann und sie so gesund ihren Bildungsauftrag erfüllen können,“ so die Landesvorsitzende abschließend.

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