Pressemitteilung der KEG Bayern vom 28. 10.2021

Das Schuljahr 2021/22: Kaum begonnen, schon am Ende der Kräfte

Die KEG Bayern warnt: Steigende Krankheitsfälle, die schlechte Personalsituation und allgemeine Erschöpfung setzen der Schulfamilie stark zu. Nicht nur die ersten zwei Monate des neuen Schuljahres sind geschafft, sondern auch die Schulfamilie. Das bisherige Schuljahr war kräftezehrend, die Inzidenzen sowie Quarantäne- und Krankheitsfälle steigen. Zusätzlich steht der Winter vor der Tür und mit ihm die Befürchtung, dass sich die Situation an den Schulen verschlechtern wird.

Die Kollegien klagen: Sie sind chronisch unterbesetzt und die Unterstützung durch die mobile Reserve ist vielerorts bereits jetzt aufgebraucht. Auch die Schulleitungen wissen nicht, was sie dem noch entgegensetzen können, denn auch ihre Mittel und Kräfte sind erschöpft, ihre Belastungsgrenze erreicht. So wie es aussieht, steht der Schulfamilie ein harter Winter bevor. Können wir noch verhindern, dass uns die Situation weiter entgleitet?

Die KEG Bayern sagt ja, das können wir und fordert, den Gesundheitsschutz der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in den Fokus zu nehmen. Die 3G-Regel an den Schulen muss rigoros durchgesetzt werden. Das Testangebot der Pooltests muss Lehrkräften ebenfalls zur Verfügung stehen und die Testpflicht auch für Geimpfte gelten, da auch diese Träger des Virus sein können. Hierfür müssen die Verantwortlichen den rechtlichen Rahmen schaffen. Auch die Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht sollte bei steigenden Inzidenzen und hoher Auslastung der Krankenhäuser in Betracht gezogen werden.

Vor allem muss aber endlich das größte Problem richtig angegangen werden: Die personelle Unterbesetzung an den Schulen, der Lehrkräftemangel. Wir brauchen eine deutliche Aufstockung des Personals. Nicht nur, um den normalen Unterricht zu gewährleisten, sondern auch, um die aufgelegten Zusatzangebote umsetzen zu können. Hierfür ist neben den kurzfristigen Notlösungen vor allem eine langfristige Strategie erforderlich, um Nachwuchs zu gewinnen. Eine Reform der Lehramtsstudiengänge, die auf eine Modernisierung, Flexibilisierung und mehr Praxisnähe setzt, kann dabei helfen, die Attraktivität des Lehrerberufs zu steigern.

Natürlich kostet dies Geld. Aber das muss es uns Wert sein. Sonst drohen nicht nur der Winter, sondern die zukünftigen Jahre an den Schulen sehr hart zu werden. 

 

 

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