Pressemitteilung der KEG vom 06. Juli 2021

Gesundheitsschutz an Schulen und Kitas: Die Luft zum Handeln wird dünn.

Der heutige Beschluss des Bayerischen Kabinetts Kommunen und Träger bei der Anschaffung von Luftreinigungsanlagen zu unterstützen ist richtig – in der beschlossenen Form aber unzureichend.

„Die Entscheidung die Förderung von Luftreinigungsanlagen für Schulen und Kitas auszubauen ist grundsätzlich zu begrüßen“, bewertet die Landesvorsitzende der KEG Bayern, Walburga Krefting, die heutigen Beschlüsse des Bayerischen Kabinetts. „Aber dass die Staatsregierung nur die Hälfte der Kosten übernehmen will, wird ein Hindernis sein, um den Ausbau bis nach den Sommerferien zu realisieren – viele klamme Kommunen, denen wegen Corona Einnahmen weggebrochen sind, können sich den Einbau der Luftfilteranlagen hierdurch trotzdem nicht leisten. Das ist im Hinblick darauf problematisch, dass immer neue, ansteckendere Varianten des Corona-Virus auch Deutschland erreichen und ab Herbst das ständige Lüften der Klassenzimmer aufgrund fallender Temperaturen nicht mehr durchgängig möglich sein wird. Die Finanzierungsfrage sollte deshalb neu verhandelt werden: Wenn die Staatsregierung maximalen Schutz an Schulen und Kitas will, muss sie die Kommunen, die bereits heute nicht wissen wie sie finanziell über die Runden kommen, stärker unterstützen. Ansonsten wird es schwer, Schulen und Kitas in der kalten Jahreszeit offen zu halten.“

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