Stellungnahme vom 08. Juli 2021

KEG-Forderung erfüllt: Islamischer Unterricht kommt als Wahlpflichtfach

Am Dienstagabend wurde im Landtag beschlossen „Islamischen Unterricht“ an öffentlichen Schulen ab dem Schuljahr 2021/22 als Alternative zum Ethikunterricht anzubieten.

Der Kabinettsbeschluss hierzu wurde bereits am 23. Februar 2021 gefasst (siehe PM der KEG Bayern vom 24.02.2021). Nun wurde das Vorhaben im Landtag verabschiedet, sodass bereits ab dem kommenden Schuljahr 2021/22 Islamischer Unterricht als Wahlpflichtfach angeboten werden kann.

„Es freut uns, dass unsere langjährige Forderung jetzt umgesetzt wird“, kommentiert die Landesvorsitzende der KEG Bayern, Walburga Krefting, den Beschluss. „So können Schulen mit dem neuen Wahlpflichtfach ‚Islamischer Unterricht‘ muslimischen Schülerinnen und Schülern endlich eine Alternative zum Ethikunterricht anbieten.“

Der „Islamische Unterricht“ wird, wie schon im Modellversuch, in deutscher Sprache, von in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften und nach einem amtlichen Lehrplan erteilt. Das Angebot wird zum Schulstart 2021/22 für die 350 Grund- und Mittelschulen gelten, die bereits an dem Modellversuch teilgenommen haben. Der bedarfsgerechte Ausbau, um das neue Wahlpflichtfach flächendeckend anbieten zu können, muss nach Auffassung der KEG Bayern weiter vorangetrieben werden, damit das Angebot noch mehr Schülerinnen und Schüler erreicht. Auch muss die muslimische Community bei der weiteren Ausgestaltung des Faches weiterhin stark miteinbezogen werden. Nur so lässt sich eine hohe Qualität und Akzeptanz realisieren.

„Der ‚Islamische Unterricht‘ bietet die große Chance, die friedliche Kultur der islamischen Religion bewusst zu machen. Dies ist nicht nur für die Schulen, an denen dieser Unterricht stattfindet ein großer Gewinn, sondern auch im Hinblick auf den gesamten interreligiösen Dialog in Bayern“, resümiert Krefting.

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