Unterschriftenaktion für vereinfachte Grundschulzeugnisse

An diesem Mittwoch hat die KEG eine Unterschriftenaktion gestartet, die sich für die Vereinfachung der bayerischen Grundschulzeugnisse einsetzt. Die wesentlichen Forderungen: Die Zeugnisse sollen für Schüler und Eltern verständlicher werden und mehr Bezug auf die individuelle Entwicklung des Kindes nehmen.

Die derzeitigen Zeugnisse, die zum Jahresende an bayerischen Grundschulen ausgestellt werden, sind zwei ganze Seiten lang. Sie werden zum Teil auf der Grundlage von Textbausteinen erstellt und triefen nur so vor schulbürokratischen Formulierungen, für die sich inzwischen sogar Übersetzungshilfen im Internet finden. Die Arbeitskreise der KEG finden: Diese Art von Zeugnissen sind nicht mehr zeitgemäß. Sie sind wenig transparent und gehen nicht ausreichend auf die individuelle Entwicklung der Schüler ein.

Wie es in anderen Bundesländern schon lange üblich ist, sollen die Grundschulzeugnisse nach Ansicht der KEG auch in Bayern auf eine Seite gekürzt werden. Damit ist der bürokratische Aufwand für die Lehrer geringer, die Formulierungen können freier gewählt werden und müssen sich auf das Wesentliche konzentrieren. Neben einer Leistungsbeschreibung (Jahrgangsstufe 1) bzw. einer Notenübersicht (Jahrgangsstufe 2-4) soll das vereinfachte Zeugnis auch ein kurzes Wortgutachten zum Sozial- und Arbeitsverhalten beinhalten. Ein ergänzender Beobachtungs-bogen, der die Entwicklung des Kindes aufzeigt, kann von den Eltern eingesehen werden.

Auf diese Art und Weise kann nach Meinung der KEG das Kind besser in seiner Gesamtheit beurteilt werden, zudem wird den Eltern ein verständlicher Eindruck von seiner Kompetenzentwicklung vermittelt. Ein weiterer Vorteil: In der vereinfachten Form können die Jahreszeugnisse wesentlich besser an die Lernentwicklungsgespräche anknüpfen, die seit einigen Jahren an vielen Grundschulen die Zwischenzeugnisse ersetzen. Die Unterschriftenlisten liegen derzeit an allen Grundschulen in Bayern sowie bei verschiedenen Elternverbänden aus, die KEG hofft auf rege Beteiligung.

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