Pressemitteilung der KEG Bayern vom 24.04. 2019

KEG Bayern mahnt: Es bedarf dringend einer Reform des Übertrittsverfahrens

Die KEG Bayern kritisiert vor der Vergabe der Übertrittszeugnisse Anfang Mai das bestehende bayerische Übertrittsverfahren von der Grundschule in weiterführende Schulen und fordert das Kultusministerium auf, den Notenschnitt nicht als verbindlichen Maßstab herzunehmen.

Trotz einer intensiven Beratung durch die Grundschullehrkräfte ist die Übertrittsphase eine enorm stressbeladene Zeit für die Viertklässler und ihre Familien. „Für viele Kinder ist inzwischen die Note 3 bei Proben eine Katastrophe. Sie brechen in Tränen aus, weil sie unbedingt den Schnitt für den Übertritt schaffen wollen“ berichtet Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern. Je näher das Übertrittszeugnis rückt, je höher wird das Stresslevel bei den Grundschülerinnen und Grundschülern. Dieser Leistungsdruck wurde nach Ansicht der KEG Bayern durch die Einführung der Realschule ab der Jahrgangsstufe 5, noch verstärkt. Durch die Einführung der Wirtschaftsschule ab der 6. Jahrgangsstufe wird auch hier der Druck noch erhöht werden. Lay hinterfragt diese Entwicklung kritisch: “Macht es Sinn, bereits in der 6. Klasse eine berufliche Schule zu starten, wenn in der Regel weder Kinder noch Eltern zu diesem Zeitpunkt wissen, welchen Beruf der Heranwachsende später ausüben will?“


Die KEG mahnt deshalb an: Es bedarf dringend einer Reform des Übertrittsverfahrens ohne Notenschnitt, sondern mit einer Empfehlung der Grundschullehrkraft. „Wir befürworten eine intensive Beratung und gemeinsame Gespräche zur Schullaufbahn des Kindes“, erklärt die Landesvorsitzende der KEG Bayern Ursula Lay. Sie fordert das Kultusministerium auf, das bestehende Verfahren kritisch zu hinterfragen und unterstreicht: „Noten allein sind kein Garant dafür, für welche weiterführende Schule ein Mädchen oder Junge geeignet ist. Streben Kinder und Eltern eine Schulart an, für die sie keine Empfehlung haben, muss die weiterführende Schule entscheiden, ob die Schülerin oder der Schüler aufgenommen wird oder nicht. Das Wohl des einzelnen Kindes mit seinen Begabungen und Fähigkeiten muss hierbei immer im Fokus stehen.“

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

 

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Über die KEG Bayern

 

Die KEG Bayern ist ein Verband engagierter Pädagogen aus allen Erziehungs- und Bildungsbereichen. Er umfasst 8.000 Mitglieder. Dies ermöglicht die Entwicklung realistischer, moderner Gesamtkonzepte für das Bildungs- und Erziehungswesen. Die Arbeit der KEG Bayern gründet auf christlicher Glaubensüberzeugung und europäischer Kulturtradition. Die KEG Bayern vertritt die standespolitischen Belange ihrer Mitglieder. Darüber hinaus bietet sie Rechtsschutz und Rechtsberatung. Durch Veranstaltungen vor Ort sowie regionale Fortbildungs- und Informationstagungen unterstützt die KEG Bayern ihre Mitglieder. Seit 2011 ist Ursula Lay Landesvorsitzende der KEG Bayern.

 

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