Pressemitteilung der KEG Bayern vom 10.01.2019

KEG Bayern nimmt Stellung zur heftigen Kritik von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher am deutschen Bildungssystem und ermutigt zu Absprachen und Teamwork unter Kollegen

Der Vergleich von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher des deutschen Schulalltags mit einer Fabrikhalle, in der Schülerinnen und Schüler als bloße Werkstücke und Lehrkräfte als Fließbandarbeiter agieren, ist für die KEG Bayern mehr als unpassend.

Als Berufsverband für Lehrkräfte und Pädagogen hält die KEG die Mehrheit der Lehrkräfte nicht nur für gut qualifiziert, sondern auch für motiviert. „Unsere Lehrkräfte setzen sich Tag für Tag für die Belange und Talente der Schülerinnen und Schüler ein – und das zum Teil unter schwierigsten Rahmenbedingungen“, so Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern. Weiter unterstreicht sie: „Für viele ist Ihr Beruf eine Berufung,  mit dem Ziel die Heranwachsenden bestmöglich zu fordern und zu fördern und sie so auf die auf die Welt von morgen vorzubereiten.“  Ein beliebtes Hilfsmittel um seine Klasse für den Unterrichtsstoff zu begeistern, ist die mebis-Lernplattform des bayerischen Kultusministeriums. Immer mehr Lehrkräfte nutzen dieses Portal zur individuellen Gestaltung und Durchführung Ihres Unterrichts und zur orts- und zeitunabhängigen Kommunikation mit ihren Schülerinnen und Schülern.

Lehrkräfte sind außerdem Teil einer großen Schulfamilie zu der der Austausch und die Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen gehören. Zu Schleichers Forderung „Lehrer müssen viel mehr gemeinsam Unterricht vorbereiten und auf Plattformen gezielt Unterrichtskonzepte austauschen“, findet die KEG motivierende Worte: „Wir wissen, dass viele unserer Lehrkräfte bereits jetzt auf Teamwork setzen und sich zum Beispiel bei der Unterrichtsgestaltung oder bei fachlichen Fragen austauschen.“ Eine intensive Kooperation zwischen Kolleginnen und Kollegen ist für die KEG sehr begrüßenswert und ein Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen Jung und Alt, Männern und Frauen, und zwischen den Fachbereichen hält die KEG für offenkundig wichtig. Ein Miteinander bringt praktische Vorteile für die Lehrkräfte, angefangen von der Arbeitsentlastung durch den Austausch oder die gemeinsame Erstellung von Unterrichtsmaterial bis hin zu einem größeren Zusammengehörigkeitsgefühl oder der gesteigerten Arbeitsmotivation. Auch ist die KEG überzeugt, dass die Schulqualität als solche durch Kooperationen steigt. Die KEG fordert die Politik daher auf, das Netzwerken und Zusammenarbeiten im Schulalltag zu erleichtern.

„Wir brauchen an unseren Schulen multiprofessionelle Teams sowie Räume um kooperativ und fächerübergreifend zusammenzuarbeiten. Auch Arbeitsplätze zur Unterrichtsvorbereitung und zum Korrigieren müssen ebenso wie eine  moderne IT- Ausstattung geschaffen werden. Die Organisationsstruktur und -kultur sollte so flexibel wie möglich gestaltet sein, damit individuelle Lernwege und -prozesse stattfinden können“. Trifft dies zu, dann werden laut Ansicht der KEG Bayern noch mehr Lehrkräfte zum Teamplayer.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

 

presse(at)keg-bayern.de

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