Pressemitteilung der KEG Bayern vom 03.12.2019

KEG Bayern zu Änderungen beim Übertritt

Nach Informationen aus dem Kultusministerium wird der Übertritt noch in diesem Schuljahr reformiert. „Wir freuen uns natürlich immer über Verbesserungen, besonders, wenn diese zum Wohle der Kinder in den Grundschulen, deren Eltern und unseren Lehrkräften sind“, so die Reaktion von Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern auf diese Reform.

 

Auf Wunsch der Elternschaft verlegt das Ministerium die ersten Informationsveranstaltungen in die 2. Klasse. "Wir sehen das sehr kritisch", "denn in den ersten beiden Schuljahren müssen die Kinder erstmal in der Schule ankommen", so Krefting. „Der Übertrittsdruck wird um eine Jahrgangsstufe vorverlegt, das kann nicht zum Wohle unserer Kinder sein und bedient eher den Ehrgeiz der Eltern“.  Auch die Lehrkräfte bleiben von diesem Leistungsdruck nicht unberührt. In einer Umfrage der KEG Bayern wurde deutlich, dass Lehrkräfte nur dann als „gute Lehrer“ gelten, wenn sie eine hohe Übertrittsquote vorweisen können. Die Befragten kritisierten ebenfalls, dass Fördern und Selektieren nicht zusammen passen. Nach Ansicht des Berufsverbandes für Lehrkräfte und Pädagogen würde der Entscheidungsprozess dann noch eher als bisher beginnen.

Die KEG Bayern begrüßt jedoch den Blick auf das gesamte Schulsystem, der im Rahmen der zweiten Informationsveranstaltung in der vierten Klasse zum Tragen kommt. Neu ist hier die Festlegung der Reihenfolge, in der alle weiterführenden Schulen unseren Schülerinnen und Schülern, sowie deren Eltern vorgestellt werden. Es ist ein guter Schritt zur Gleichberechtigung unter den Schularten, der vor allem der Mittelschule zugutekommt. Die Mittelschule kann sich so ihrer besonderen Leistungen entsprechend präsentieren und bekommt eine „echte“ Chance, sich als die wertvolle Schule mit stark berufsbezogenen Inhalten zu zeigen, die sie ist.

Die Tatsache, dass aufgrund des Personalmangels in Grundschulen deren Lehrkräfte nicht mehr als Lotsen an die weiterführenden Schulen abgeordnet werden, ist nachvollziehbar. Wichtig für die Kinder, die die Grundschule verlassen, ist eine schulartübergreifende Vernetzung von Lehrkräften der Primar- und Sekundarstufe, die neu konzipiert wird. Das ist gut so, denn ein gelingender Übertritt braucht den Austausch aller beteiligten Schulen auf pädagogischer Basis. Es sind viele Gespräche nötig um die Kinder wertschätzend zu begleiten und ihnen den Einstieg in die neue Schulart zu erleichtern. Dafür steht jetzt für Lehrkräfte aus den weiterführenden Schulen, in ihrer Funktion als Übertrittcoach, ein Budget zur Verfügung. Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer sitzen hier ebenfalls weiterhin mit im Boot, nur bedauerlicherweise bisher ohne Budget. Hier muss nach Auffassung der KEG- Landesvorsitzenden Walburga Krefting trotz vorherrschenden Personalmangels dringend nachgebessert werden.

 

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


Mandy Bergmann
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presse(at)keg-bayern.de

 

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Über die KEG Bayern

Die KEG Bayern ist ein Berufsverband für Lehrkräfte und Pädagogen. Er umfasst 8.000 Mitglieder. Dies ermöglicht die Entwicklung realistischer, moderner Gesamtkonzepte für das Bildungs- und Erziehungswesen. Die Arbeit der KEG Bayern gründet auf christlicher Glaubensüberzeugung und europäischer Kulturtradition. Die KEG Bayern vertritt die standespolitischen Belange ihrer Mitglieder. Darüber hinaus bietet sie Rechtsschutz und Rechtsberatung. Durch Veranstaltungen vor Ort sowie regionale Fortbildungs- und Informationstagungen unterstützt die KEG Bayern ihre Mitglieder. Seit 2019 ist Walburga Krefting Landesvorsitzende der KEG Bayern.

 

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