Pressemitteilung der KEG Bayern vom 22.11.2018

KEG Bayern zu den Äußerungen von Kultusminister Piazolo

Kultusminister Piazolo will den Druck in der Grundschule abmildern und setzt auf Gespräche mit den Elternverbänden, Aufklärung an den Grundschulen sowie eine Aufwertung der nicht-gymnasialen Schulformen in Bayern.

Der neue bayerische Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo bekräftigte seine Pläne nochmal in einem Interview mit dem Donau-Kurier am 21. November. Besonders die Forderung nach Aufklärung an den Grundschulen stößt bei der KEG Bayern auf kritische Stimmen. „Wir betreiben seit Jahren an den GS im Vorfeld des Übertritts intensive Beratung mit entsprechenden Infoveranstaltungen, die jedoch oft nur kurzfristig wirken und aufgrund der allgemeinen Stimmung oft ins Leere laufen. Presse und Politik tragen ihren Teil dazu bei, indem Sie mit ihrem Starren auf die Abiturientenquote die Bemühungen der Beratungsfachkräfte in den Schulen torpedieren.“, äußerte Andreas Fichtl, Bezirksvorsitzender der KEG Oberbayern a. D.

 

Die KEG Bayern begrüßt jedoch die Pläne zur Aufwertung der nicht-gymnasialen Schulformen in Bayern. Ein besonderer Schwerpunkt sollte hier bei der Aufwertung der Mittelschulen und den dort eingesetzten Lehrkräften liegen. „Wenn schon der Dienstherr durch die unterschiedliche Bezahlung der Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen schlechter einstuft, muss er sich über das geringere Ansehen in der Bevölkerung auch nicht wundern.“, so Andreas Fichtl weiter. Die KEG Bayern betont in diesem Zusammenhang nochmal ihre Forderung einer einheitlichen Einstiegsbesoldung „A13 für alle“ und appelliert an die Freien Wähler, sich ihre Forderungen aus dem Wahlprogramm 2018 nochmal in Erinnerung zu rufen.

 

Neben der Besoldung der Lehrkräfte herrscht aus Sicht der KEG Bayern allgemein ein großer Handlungsbedarf in Sachen Aufwertung und Gleichstellung. So zum Beispiel bei der sonstigen finanziellen Ausstattung der Schulen. Seit Jahren schon wird in Gymnasien und Realschulen erheblich mehr investiert. Auch bei der Abrechnung von Abschlussfahrten erhalten Lehrkräfte an Gymnasien und Realschulen einen wesentlich höheren Erstattungssatz. „Durch diese nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung haben die Verantwortlichen in der Politik in den letzten Jahren den Trend der Abwertung nicht-gymnasialer Schulformen in Bayern selbst verantwortet und unterstützt. Diesen Trend wieder umzukehren und alte Muster aufzubrechen, ist jetzt die große Aufgabe von Politik und Gesellschaft.“, so Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

presse(at)keg-bayern.de

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