Pressemitteilung der KEG Bayern vom 23.01.2019

KEG Bayern zum Tag der Handschrift

Ursula Lay zum Tag der Handschrift: "Es ist wichtig, dass Kinder Struktur, Schönheit und Bedeutung der Sprache mittels Handschrift erlernen."

Die KEG Bayern setzt sich mit Nachdruck für die Beibehaltung der Handschrift ein und möchte zum Tag der Handschrift, am heutigen 23. Januar, die Bedeutung dieser Kulturtechnik unterstreichen.

 

Die moderne Kommunikation verläuft zunehmend digital. Dies führt dazu, dass mangels Übung, unsere klassische Handschrift darunter leidet. Probleme bereitet aber auch schon das Schreiben lernen. Mit der Hand schreiben ist eine komplexe Kunst, die bestimmte Fertigkeiten verlangt. Doch für immer mehr Schülerinnen und Schüler ist das Schreibenlernen mühevoll. Dies liegt daran, dass die Grob- und Feinmotorik von Erstklässlern sehr unterschiedlich entwickelt ist. Doch es gibt trotz digitaler Kommunikation und des mühsamen Schreiblernprozesses einige Gründe, warum wir auch in Zukunft auf die klassische Handschrift setzen sollen.

 

Zugegeben, das Schreiben per Tastatur geht schnell, aber die Bedeutung von handschriftlich Notiertem sei als wichtiges Kommunikationsmittel sowohl im Alltag als auch im Unterricht nicht zu unterschätzen. Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern bekräftigt dies: "Studien haben ergeben, dass das mit der Hand Geschriebene im Gehirn stärker verankert wird. Informationen können besser gemerkt und präziser wiedergeben werden. Wer als Erwachsener die Erfahrung von Mitschriften in der Berufsschule oder im Studium gemacht hat, wird sich erinnern, dass der Lernstoff einfacher behalten werden konnte."

 

Neben den positiven Auswirkungen auf die geistigen Fähigkeiten wird auch die feinmotorische Entwicklung durch das Halten des Stiftes und das Schreiben mit der Hand positiv beeinflusst. Handgeschriebenes ist außerdem Ausdruck der Persönlichkeit, es verstärkt die eigene Vorstellungskraft und regt die Kreativität an. Jede Handschrift ist individuell und somit unverwechselbar.

 

Ersetzt man die Handschrift komplett durch das Tippen auf dem Smartphone oder Laptop, so geht vielleicht inhaltlich nichts verloren, aber es wäre laut KEG Bayern ein großer Verlust eines Kulturgutes, das ganz nebenbei das Gehirn ganzheitlich aktiviert und eine besondere Form der Ausdrucksfähigkeit darstellt. "Unsere Schreibschrift gehört zu den wichtigen Kulturtechniken und muss unbedingt auch weiterhin erlernt werden mit dem Ziel, eine flüssige und gut lesbare Schrift zu entwickeln, die sich im Laufe der Zeit immer individueller ausprägt und unverwechselbar ist," so Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern. Mehr noch, eine gut ausgewählte Schreibschrift muss man sich in einem langen Lernprozess aneignen.

 

Dazu braucht es einen guten Unterricht und ein Gesamtkonzept, das bereits in den Kindertagesstätten greift. Darum ist es für die KEG Bayern auch so bedeutend, in der Grundschule weiterhin auf die Handschrift zu setzen. Lay unterstreicht "Es ist wichtig, dass Kinder Struktur, Schönheit und Bedeutung der Sprache mittels Handschrift erlernen. Schreiben ist zunächst das Verbinden der Buchstaben zu Worten, aus Worten werden Sätze und diese später zu Texten."

 

Die KEG Bayern motiviert deshalb die Lehrkräfte in der Praxis, Freude am handschriftlichen Schreiben zu vermitteln und in allen Unterrichtsfächern das Schreiben mit der Hand zu trainieren. Jede Schülerin und jeder Schüler soll dazu befähigt werden, sich handschriftlich auszudrücken. "Kinder müssen natürlich auch das Schreiben am Computer lernen. Sie dürfen jedoch nicht abhängig von einer funktionierenden Technik werden. Sie haben das Recht, sich zu Persönlichkeiten zu entwickeln und dazu braucht es Zeit, Zeit vor allem auch für die eigene Handschrift."

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

 

 presse(at)keg-bayern.de

 

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