Pressemitteilung der KEG Bayern vom 05.10.2018

KEG Bayern zum Weltlehrertag

Weltlehrertag zum Anlass nehmen, um endlich die Rahmenbedingungen und Ressourcen auch an Grund- und Mittelschulen zu verbessern und die Attraktivität des Lehrerberufes zu erhöhen.

Seit 24 Jahren wird der Weltlehrertag am 5. Oktober begangen. Die UNESCO macht damit auf die bedeutende und verantwortungsvolle Rolle der Lehrerinnen und Lehrer für eine qualitativ hochwertige Bildung aufmerksam. "Doch was heißt das für Lehrkräfte konkret? Mit schönen Worten und Reden ist ihnen nicht geholfen", so Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

 

Die Belastung der Lehrkräfte ist in den letzten Jahren enorm gestiegen: Immer mehr Schüler, die sich nicht in die Klassengemeinschaft integrieren wollen oder können mit entsprechenden sozial-emotionalen Problemen. Immer öfter kommt es auf Seiten der Schüler zur Verweigerung, jedweder Anweisung Folge zu leisten bis hin zur Gewalt gegen Lehrkräfte und Klassenkameraden. Dazu immer mehr Aufgaben und Anforderungen im sog. außerunterrichtlichem Bereich oder vor allem in der Grundschule das extreme "Schielen" auf den Übertritt. "Dies sind viele Brennpunkte, die leicht vom Wesentlichen ablenken können. Die Sicherung der Bildungsqualität muss vorrangiges Ziel sein. Die KEG Bayern möchte hier den bayerischen Kultusminister Bernd Sibler nochmal an seine eigenen Worten erinnern: `Die Rahmenbedingungen müssen es den Lehrkräften ermöglichen, zuverlässig und qualitätsvoll zu unterrichten, um den Schülerinnen und Schülern das Handwerkszeug mitzugeben, das sie für ein selbstbestimmtes und reflektiertes Leben brauchen.´"

 

Ursula Lay weiter: "Wir brauchen auch an Grund- und Mittelschulen ein modernes Schulmanagement, einen systematischen Ausbau der kooperativen Schulführung, die mit einem Anrechnungspool an Stunden und zusätzlichen Ressourcen ausgestattet wird. Wir werden unserer Verantwortung für die Schüler und Schülerinnen, den Lehrerkolleginnen und Schulleitungen nicht gerecht, wenn wir uns im Volksschulbereich von den anderen Schularten hier dauerhaft abhängen lassen. Schulleitungen brauchen Zeit und dürfen nicht in einem "Aufgabenwust" ersticken. Die Einrichtung von Teamleitungen erweist sich hier als äußerst sinnvoll und gewinnbringend."

 

In den Augen der KEG Bayern tragen Grund- und Mittelschulen bei der schwierigen, integrativen Beschulung Kindern mit Flucht- und Migrationshintergrund die Hauptlast und auch beim Thema Inklusion sind diese beiden Schularten vorrangig betroffen.

Gleichzeitig haben Grund-und Mittelschullehrkräfte aber die höchste Unterrichtsverpflichtung und die niedrigste Einstiegsbesoldung. Die KEG fordert deshalb auch für sie ein Einstiegsgehalt auf A13-Niveau.

 

Weiterhin erinnert die KEG an ihre Forderungen nach Unterstützung durch multiprofessionelle Teams und den verstärkten Einsatz von Beratungslehrern und Schulpsychologen. "Unsere verbeamteten Förderlehrkräfte müssen als Lehrkräfte gesehen werden und nicht als zusätzliches pädagogisches Personal (Aufnahme der Förderlehrer in den §59 BayEUG). Wir brauchen dringend (unbefristete) Drittkräfte, die angestellt werden können, ohne große bürokratische Hürden zu überwinden und es wird Zeit, Maßnahmen zur Einführung eines neuen Zeugnisformats an den Grund- und Mittelschulen zu ergreifen," so die Landesvorsitzende abschließend.

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

presse(at)keg-bayern.de

 

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