Pressemitteilung der KEG Bayern vom 24.10.2018

KEG Bayern zur Pressekonferenz des BLLV am 24. Oktober 2018

„Bayern – Märchenland der Bildung? Ein Realitätscheck!“

 

 

„Die auf der heutigen Pressekonferenz gehörten Stimmen und Schilderungen der „Missstände“ dürften für alle Lehrerverbände in Bayern nicht neu sein. Die KEG Bayern hat in der Vergangenheit gleiche und ähnliche Forderungen zur Problemlösung formuliert. Auch das Kultusministerium ist sich sicherlich der Probleme bewusst – unabhängig ob es sich um Lehrermangel / knappe Mobile Reserven und die damit verbundene Mehrbelastung von Kollegen, geänderte Ausbildungsschwerpunkte im Studium oder den Auf- und Ausbau der Multiprofessionellen-Teams handelt, um nur einige zu nennen.“, so die Landesvorsitzende der KEG Bayern Ursula Lay.

 

Weiter sagte sie: „Das differenzierte Schulsystem in Bayern hält für jede Schülerin und jeden Schüler genau die richtige Lösung und das richtige Maß an Betreuung und Förderung bereit. Ohne Zweifel läuft längst nicht alles perfekt und reibungslos im bayerischen Schulalltag, aber Vergleiche mit dem Märchen vom Schlaraffenland, in dem ohne Anstrengungen alles für jeden im Überfluss vorhanden ist, sind reine Polemik und an dieser Stelle nicht hilfreich.

 

Grundsätzlich aber sollten wir alle – die KEG Bayern nehme ich da nicht aus – die Zeit der Forderungen langsam hinter uns lassen und uns zusammen an echten Lösungen beteiligen. Nur so kann die heute so häufig genannte Forderung nach „Mehr Zeit“ auch praxisnah umgesetzt werden. Nur so können Räume geschaffen werden, die für individuelles Fördern und Fordern, Integration und Inklusion, praktische Projektarbeit sowohl den Lehrkräften, dem pädagogischen Personal als auch den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen.“

 

 

Zum Hintergrund:

„Hinter jeder Zahl steht ein Gesicht!“, so äußerte sich Kultusminister Bernd Sibler im September auf seiner Pressekonferenz zum Beginn des Schuljahres. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnen Verband nahm ihn beim Wort und präsentierte seiner heutigen Pressekonferenz unter dem Titel „Bayern – das Märchenland der Bildung? Der Realitätscheck“ nicht nur 15 Gesichter sondern auch deren Stimmen. Von der Schulleitung, über Lehrkräfte von verschiedenen Schularten, weiter zu Lehramtsanwärtern und Studierenden bis hin zur Fach- und Förderlehrkräften sowie Verwaltungsangestellten und Erziehern – ziemlich alle waren vertreten.

 

Grundtenor: Alle haben ihren Beruf aus Überzeugung gewählt und üben ihn, trotz der teilweise schwierigen Umstände, mit Leidenschaft und Engagement aus. Auch in einem weiteren Punkt sind sich alle Anwesenden einig: Jeder braucht mehr Zeit, um sich den vielfältigen Aufgaben im Bildungssystem stellen sowie diese (sehr) gut erledigen zu können und um nicht an eine persönliche Be- bzw. Überlastungsgrenze zu stoßen.

 

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

 

presse(at)keg-bayern.de

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