Pressemitteilung der KEG Bayern vom 04.03.2019

KEG fordert flächendeckende Ausweitung der „Flexiblen Grundschule“

Der Fasching ist bunt und genauso vielfältig wie unsere Schülerinnen und Schüler. Aus diesem Grund fordert die KEG Bayern mit Beginn der Faschingsferien die Politik auf, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schulanfänger noch stärker in den Blick zu nehmen. Hierfür sollte neben der Einführung des Einschulungskorridors, auch das Schulprofil „Flexible Grundschule“ flächendeckend ausgebaut und mit zusätzlichen mindestens zehn Lehrerwochenstunden ausgestattet werden.

München. Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG in Bayern betont: „Vor der Einschulung ist eine intensive Beratung der Familien unerlässlich.“ Hierfür benötigt es nach Ansicht der KEG eine enge Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Eltern. Nur so könne man die Entwicklung sowie die unterschiedlichen Begabungen und Lernvoraussetzungen des Kindes noch stärker als bisher in den Blick nehmen. „Wir wollen, dass Schülerinnen und Schüler neugierig in die Schule gehen und mit und voneinander lernen. Dafür brauchen sie individuelle Lernangebote und ausreichend Zeit für das Erlernen und Verfestigen grundlegender Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen.  Neben der Einführung des Einschulungskorridors fordern wir deshalb die Ausweitung des Schulprofils „Flexible Grundschule“, so die Bildungsexpertin Ursula Lay. „In manchen Regionen findet sich noch immer keine „Flexible Grundschule“. Die KEG Bayern fordert die Politik deshalb auf, dies schnellstmöglich zu ändern und Schulen mit dem Wunsch nach diesem Profil bestmöglich zu unterstützen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieses bewährte Modell nicht nur kindgerecht ist, sondern dass hier die vorhandene Heterogenität in einer Klasse als Chance gesehen und für das Lernen fruchtbar gemacht wird. In derzeit bayernweit 262 Schulen erhalten Jungen und Mädchen der ersten beiden Klassen Unterricht in einer jahrgangsgemischten Eingangsstufe.

Das Besondere ist die flexible Verweildauer von ein, zwei oder drei Jahren. Gerade hier liegt nach Ansicht der KEG Bayern die Möglichkeit auf einen nachhaltigen Kompetenzerwerb zu setzen, der eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglicht und Überforderung und Druck entgegenwirkt. Ein wichtiger Punkt, wenn man bedenkt, dass Eltern ihre Kinder oft aufgrund einer befürchteten Überlastung zurückstellen. Benötigt werden im Zuge der flexiblen Eingangsstufe in der Grundschule zudem zusätzliche - mindestens zehn - Lehrerwochenstunden. Nur dann können unsere Lehrkräfte ein differenziertes Lernangebot erstellen und jedem einzelnen Kind in seiner bunten Einzigartigkeit gerecht werden. 


Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

 

presse(at)keg-bayern.de

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