Pressemitteilung der KEG Bayern vom 29.08.2018

KEG nimmt Stellung zum "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme"

Neue Kita-Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt: Kita-Qualität hat sich insgesamt verbessert, Herausforderungen bleiben

Am Montag, 28.08.2018, stellte die Bertelsmann-Stiftung den "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" vor. Die Studie zeigt, dass die Zahl der betreuten unter Dreijährigen stetig ansteigt. Betrachtet man die letzten fünf Jahre, so stieg die Zahl um mehr als 36 Prozent. Inzwischen gehen bundesweit mehr als 760.000 Kleinkinder in eine Krippe. Eine Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung sind vor dem Hintergrund steigender Kinderzahlen für die KEG daher unabdingbar.

Erfreulicherweise zeigt die Erhebung, dass sich die Kita-Qualität insgesamt weiterentwickelt habe. So ist es ein Erfolg, dass sich im bundesweiten Durchschnitt die Ausstattung und der Personalschlüssel in Krippen und Kindergärten verbessert haben. 2012 kümmerte sich eine Krippen-Fachkraft durchschnittlich um 4,8 Kinder, heute sind es 4,3 Kinder pro Betreuer. In Kindergärten zeichnet sich ein ähnliches Bild: Auf einen Betreuer kommen im Schnitt 9,1 Kinder, vor sechs Jahren waren es noch 9,8.

 

Große Unterschiede beim Personalschlüssel

Die schlechte Nachricht der Studie ist: Zwischen Ost und West gibt es hinsichtlich des Betreuungsschlüssels ein großes Qualitätsgefälle. So kümmert sich in Bayern eine Fachkraft im Schnitt um 3,7 Krippenkinder, in Sachsen um 6,4 Kinder. „Diese Qualitätsunterschiede darf es nicht geben. Wir brauchen bundesweit Personalschlüssel, die den Kindern sowie den Fachkräften gerecht werden und die eine gute Bildung und Betreuung von allen Heranwachsenden ermöglichen.", so Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

Anfang 2019 will die Bundesregierung die Steigerung der Kita-Qualität voranbringen und das "Gute-Kita-Gesetz" soll in Kraft treten. Bis zum Jahr 2022 werden rund 5,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Jedes Bundesland wird dann selbst entscheiden können, wie es diese Mittel einsetzt. Ein Engagement der Länder bleibt deshalb Voraussetzung. Aus diesem Grund wird sich auch die KEG weiterhin in ihren politischen Gesprächen stark für eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels und die Qualifizierung von ausreichend Fachpersonal einsetzen.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung

V.i.S.d.P.: Ursula Lay                                         presse(at)keg-bayern.de

PM als Pdf-Dokument

zurück