Pressemitteilung der KEG Bayern vom 18.12.2018

KEG zur Fachkräfteoffensive von Familienministerin Giffey

„Wir benötigen qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen sowie bessere Arbeitsbedingungen in Kitas“

Das „Gute-KiTa-Gesetz“ ist seit 14. Dezember 2018 beschlossene Sache. Sowohl der Deutsche Bundestag als auch der Bundesrat haben dem Gesetz zugestimmt. Die KEG Bayern befürwortet die Bestrebungen des Bundes, die Qualität der pädagogischen Arbeit zu verbessern und 5,5 Milliarden Euro bis zum Jahre 2022 für die Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung bereitzustellen. Doch in einigen Punkten, wie zum Beispiel der befristeten Finanzierungsbeteiligung des Bundes bis 2022, sieht die KEG Bayern erhebliche Schwachstellen und hält verbindlichere Rahmenbedingungen für dringend notwendig.

 

„Um die Qualität in Kindertageseinrichtungen nachhaltig zu verbessern, bedarf es unter anderem gut ausgebildetes, motiviertes Personal, eines dauerhaft besseren Personalschlüssels, regelmäßiger Fortbildungen und mehr Zeit für Leitungsaufgaben“, so Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG Bayern. Daher verfolgt die KEG Bayern sehr aufmerksam die Fachkräfteoffensive von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Als Impuls sagte Giffey am Montag den Ländern zusätzlich zu den Investitionen des „Gute-Kita-Gesetzes“ rund 300 Millionen Euro zu. Die Länder sollen das Geld unter anderem dazu verwenden, angehende Erzieherinnen und Erzieher während der Ausbildung zu vergüten.

 

Eine echte Fachkräfteoffensive für Kitas ist laut Einschätzung der KEG Bayern auch dringend notwendig. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos, die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchgeführt wurde, bestätigen erneut, dass bis zum Jahr 2025 in deutschen Kitas 191.000 Fachkräfte, bis zum Jahr 2030 sogar 199.000 Pädagoginnen und Pädagogen fehlen werden. Die KEG Bayern fordert deshalb seit Jahren eine Aufwertung der frühkindlichen Bildung sowie eine bessere Bezahlung und gesellschaftliche Anerkennung des Berufes.

 

„Angesichts der steigenden Ansprüche und Anforderungen in Kindertageseinrichtungen muss es eine vergütete Ausbildung bzw. auch eine höhere und angemessenere Bezahlung des Berufes geben.“ Nur so können laut Ursula Lay vermehrt Schulabgänger, aber auch berufserfahrene Quereinsteiger, Migranten und Männer für eine Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher gewonnen werden. Weiter betont die Landesvorsitzende der KEG Bayern mit Nachdruck: „Fachkräfte zu gewinnen ist ein wichtiger Schritt, dieser allein wird aber nicht ausreichen. Bund und Länder sollten deshalb auch verbindlich für bessere Rahmen- und Arbeitsbedingungen in Kindertageseinrichtungen sorgen.“

 

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

V.i.S.d.P.: Ursula Lay

 

presse(at)keg-bayern.de

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