30 Jahre Mauerfall und 70 Jahre Grundgesetz

Wertegrundlagen unserer Demokratie

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der Deutschen. Am Samstag, den 9. November 2019, luden der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann, MdL, gemeinsam mit der Stiftung Wertebündnis Bayern zur Erinnerung an das glücklichste Ereignis eines 9. Novembers nach Mödlareuth, in das ehemals geteilte Grenzdorf (Klein-Berlin) ein.

Quelle: Pressefotos des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Erinnerung an den Mauerfall vor 30 Jahren und in Würdigung von 70 Jahren Grundgesetz fand auf dem Gelände des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth ein Festakt für geladene Gäste und ein Volksfest für die von nah und fern angereisten Bürgerinnen und Bürger statt. Hunderte Menschen aus Bayern, Thüringen und Sachsen, darunter viele Kinder und Jugendliche, drängten sich im heutigen Erinnerungsort Mödlareuth, um der Rede des Bayerischen Staatsministers Joachim Herrmann und der Videobotschaft von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder zu lauschen. Beide Politiker lobten den Mut der Menschen, die in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik in Bürgerinitiativen ihre politischen Vorstellungen deutlich zum Ausdruck gebracht und friedlich demonstriert hatten. So sei eine Volksbewegung entstanden, durch welche die Mauer buchstäblich eingedrückt wurde und zwar von Ost nach West, sagte Joachim Herrmann. Ministerpräsident Söder sprach von einer unglaublichen, vielleicht der größten Leistung, die je auf deutschem Boden geschehen sei.

Weil die Kirchen in der ehemaligen DDR den kritischen und demonstrierenden Menschen Raum für die freie Meinungsäußerung gegeben hatten, nahm die friedliche Revolution dort ihren Anfang. Doch, mahnte Joachim Herrmann, es lehre die Geschichte, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit sei und immer wieder aktiv verteidigt werden müsse. Zugleich müsse die gemeinsame Wertebasis des wiedervereinigten Deutschland, das Grundgesetz, heute wieder gegen „geistige Brandstifter“, gegen extremistische politische Positionen von links und rechts sowie gegen radikale religiöse Gruppen verteidigt werden. Mut und Zuversicht, Zusammenhalt im Land seien dazu notwendig. Neue Mauern in den Köpfen dürfe es nicht wieder geben.

Dann fuhren etwa 80 Trabi, Wartburg, Barka, Moskwitsch und einige Simson Zweiräder über den aus Styropor nachgebauten Grenzübergang von Mödlareuth. Für die begeisterten Zuschauer war dieser Korso ein richtiger Augen- und Ohrenschmaus, der auch den Geruch der damaligen Zeit verströmte.

Die folgende Podiumsdiskussion im Ausstellungsraum des Museums wurde für die Bürgerinnen und Bürger in zwei weitere Räume übertragen.

Mechthildis Bocksch

 

Hinweis

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Mödlareuth Nr. 13

95 183 Töpen/Mödlareuth

info(at)museum-moedlareuth.de

www. museum-moedlareuth.de

 

Bis zum 9. Dezember 2019 ist die Lichtinstallation auf Freifläche des Museums zur Geschichte der deutschen Teilung in Mödlareuth noch in Betrieb.

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