KEG Pressemitteilung vom 11.09.18

Zum neuen Kita-Jahr: Qualität muss Vorrang haben

KEG fordert zum neuen Kita-Jahr besseren Betreuungsschlüssel, mehr Sprachförderung für die Kinder, multiprofessionelle Teams und die Stärkung der Kitaleitung.

Die KEG mahnt eine Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung an. Die neue Kita-Studie der Bertelsmann Stiftung bestätigt, dass sich die Qualität der Kinderbetreuung insgesamt verbessert hat, aber Herausforderungen nach wie vor bestehen. Angesichts der steigenden Zahl der zu betreuenden unter Dreijährigen Ist eine Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung für die KEG daher unabdingbar, so die Landesvorsitzende der KEG in Bayern, Ursula Lay. Die Erhebung zeigt erfreulicher Weise, dass sich die Kita-Qualität insgesamt weiterentwickelt hat. Dies bedeutet jedoch nicht, dass an der Qualitätsentwicklung nicht weiter gearbeitet werden muss. So stellen Lehrkräfte zunehmend fest, dass beispielsweise der Wortschatz von Schulanfängern immer geringer wird und die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Heranwachsenden abnimmt. Um der Heterogenität der Kinder in den Kindertageseinrichtungen gerecht zu werden, um mehr Zeit zum Fördern zu haben braucht es mehr Personal. Die KEG fordert seit Jahren eine bessere personelle Ausstattung - somit einen besseren Anstellungsschlüssel von 1:9. Mandy Bergmann, Bildungsreferentin der KEG und selbst Mutter einer zweijährigen Tochter, unterstreicht diese Forderung: "Wie viele Familien habe ich auch privat hohe Erwartungen an die Frühe Bildung. Neben einer sehr guten Betreuung soll die Kita auch echte Bildungschancen für alle Kinder ermöglichen. Dies gelingt in der Praxis aber nur mit ausreichend Personal und multiprofessionellen Teams. Nur so können die Fachkräfte den unterschiedlichen Bedürfnissen, Interessen und Potenzialen der Kinder gerecht werden."

Auch mehr Zeitkontingente für Leitungen, in deren Händen die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Kitas liegt, sind dringend erforderlich. Anreiz zur Gewinnung von Personal muss durch eine bessere Besoldung geschaffen werden, um pädagogische Fachkräfte für diesen anspruchsvollen Beruf gewinnen zu können. Nach Ansicht der KEG Bildungsreferentin müssten hierfür auch die Ausbildungskapazitäten noch stärker als bisher ausgeweitet werden. Darüber hinaus muss sich der Arbeitsmarkt der Frühen Bildung stärker öffnen, zum Beispiel für Personen mit Migrationshintergrund, mit akademischen Abschlüssen und für Männer. Attraktiv wäre das Arbeitsfeld auch, wenn es verschiedenste berufliche Entwicklungsperspektiven bieten würde.

Die KEG Bayern hat sich auch in diesem Kindergartenjahr das Ziel gesetzt politische Unterstützung für die frühkindliche Bildung einzufordern und sich für die gesellschaftliche Wertschätzung des Kita-Personals und deren Arbeit stark zu machen.

Die Landesvorsitzende der KEG Bayern Ursula Lay unterstreicht deshalb mit Nachdruck: "Die KEG fordert weiterhin eine kontinuierliche Verbesserung der Rahmenbedingungen in allen Kindertageseinrichtungen und setzt sich für ein bundesweites Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung ein."

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung

V.i.S.d.P.: Ursula Lay 

presse(at)keg-bayern.de

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