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24.04.2026

75 Jahre Landeskomitee der Katholiken in Bayern - Frühjahrsversammlung in Nürnberg

Die Frühjahrsvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern 2026 stand im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums des Gremiums. Dabei wurde die lange Tradition der Laienvertretung gewürdigt, die seit 1951 synodales Arbeiten, Mitverantwortung und die Einbringung christlicher Perspektiven in Gesellschaft und Politik prägt.

Zugleich richtete sich der Blick deutlich nach vorne: Die Kirche steht heute vor großen gesellschaftlichen und innerkirchlichen Herausforderungen. In Beiträgen und Diskussionen wurde betont, dass Kirche sowohl spirituell als auch politisch präsent sein muss – ein „Entweder, oder“ zwischen Engagement und Seelsorge wird ausdrücklich abgelehnt. 

Der Bericht des Präsidiums machte deutlich, dass das Landeskomitee seine Rolle aktiv wahrnimmt: durch Gespräche und Vernetzung mit Politik, Kirche und Zivilgesellschaft sowie durch klare Positionierungen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen - wie etwa zur AFD. 

Der Vorsitzende des Landeskomitees GÄRTNER: „DIE AFD IST EINE CHRISTEN- UND KIRCHENFEINDLICHE PARTEI“

Damit versteht sich das Gremium weiterhin als wichtige Stimme der katholischen Laien im öffentlichen Diskurs. 

Ein zentrales Motiv ist dabei die Notwendigkeit, Dialogfähigkeit, Vielfalt und gegenseitige Wertschätzung zu stärken. Kirche soll Räume der Begegnung schaffen und die Anliegen der Menschen aufnehmen und vertreten. Gerade angesichts gesellschaftlicher Spannungen und politischer Herausforderungen wird ihr Auftrag betont, Orientierung zu geben und sich für Demokratie und Menschenwürde einzusetzen. 

In diesen sich wandelnden Zeiten wird es daher als besonders wichtig angesehen, neue Brücken zwischen Spiritualität, Gesellschaft und Religion zu bauen, um Glauben wieder stärker erfahrbar zu machen und gesellschaftliche Relevanz zu sichern.

Als K-Verband wird sich die KEG als langjähriges Mitglied des Landeskomitees hierbei weiter aktiv einbringen – in ihrer gewohnt kritisch-konstruktiven und dialogorientierten Haltung, vor allem aber mit einem klaren hoffnungsvollen Blick nach vorne. 

Dem KEG Vorsitzenden Martim Goppel wurde im intensiven Austausch im Landeskomitee der Katholiken klarer denn je: Uns fehlen heute Menschen, die Brücken zu Gott bauen. Gerade in Zeiten, in denen Strukturen brüchiger werden – weniger Priester, weniger Selbstverständlichkeit im Glauben – wächst für uns als engagierte Laien eine neue Verantwortung. Wenn es keine Priester mehr gibt, fehlen auch Ministranten, Taufen, Hochzeiten, gelebte Gemeinschaft. Deshalb müssen wir Christinnen und Christen aber auch wir katholische Verbände wieder stärker Verantwortung übernehmen: nicht belehrend, nicht missionierend, sondern erinnernd – daran, dass da mehr ist.

Ziel ist es, die Zukunft der Kirche engagiert und hoffnungsvoll mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und Impulse für eine offene, dialogfähige und zukunftsorientierte Kirche zu setzen.