Foto: Martin Goppel und Christian Huber
Besuch des KEG-Landesvorsitzenden Martin Goppel im Kindergarten St. Bernhard
Am 4. Februar 2026 empfing Christian Huber, Leiter des Kindergartens St. Bernhard in Fürstenfeldbruck (KEG Mitglied), den KEG-Landesvorsitzenden Martin Goppel zu einem intensiven Austausch über die Arbeit und Herausforderungen der Einrichtung. Der katholische Kindergarten St. Bernhard ist seit Jahrzehnten fest im Stadtteil verankert und genießt ein sehr gutes Image als Ort gelebter Gemeinschaft, Vielfalt und christlich geprägter Pädagogik. Die Einrichtung betreut rund 100 Kinder in altersgemischten Gruppen und bietet – zusätzlich zu Regelgruppen – auch Integrationsplätze für Kinder mit besonderem Förderbedarf an. Damit leistet der Kindergarten einen wichtigen Beitrag für Inklusion und interkulturelles Zusammenleben.
Unter der Leitung von Christian Huber, der sowohl theologischen als auch pädagogischen Hintergrund mitbringt, ist die Einrichtung eng im gesellschaftlichen Leben der Stadt verankert – etwa durch Feste wie den Martinszug oder vielfältige Projekte und Aktionen im Jahreslauf. Dies unterstreicht das positive Image der Kita in der Elternschaft und im Quartier.
Im Gespräch mit Martin Goppel wurde deutlich, dass trotz der positiven Entwicklung zahlreiche Herausforderungen existieren, die den Alltag und die Zukunftsfähigkeit der Kita betreffen:
1. Fachkraftsituation:
Wie viele Kindertageseinrichtungen im Landkreis und darüber hinaus spürt auch St. Bernhard die Auswirkungen des bundesweiten Fachkräftemangels im Bereich frühkindlicher Bildung. Zwar ist die Fluktuation intern gering und es gibt Bewerbungen, dennoch bleibt die Suche nach gut ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern eine dauerhafte Aufgabe – sowohl zur Sicherstellung der pädagogischen Qualität als auch zur Gewährleistung der Gruppengrößen und Betreuungszeiten. Leider sinken die Geburtenzahlen, bei grundsätzlich steigendem Personal im System. Für Goppel und Huber der ideale Zeitpunkt, den Fachkraft-Kind-Schlüssel endlich der neuen Realität an Kitas anzupassen.
2. Schließtage und Betreuungsrhythmus:
Ein regelmäßiger und klar kommunizierter Jahresrhythmus mit strukturierten Ferientagen und Schließtagen ist für Eltern und Kinder wichtig. Wie in anderen Einrichtungen im Landkreis werden auch hier Zeiten festgelegt, in denen der Kindergarten geschlossen ist, etwa während der Schulferien oder an pädagogischen Tagen – ein logistischer Faktor, der für Familien oft herausfordernd ist. Denn auch außerordentliche Schließtage sind für Eltern oft eine sehr große Herausforderung.
3. Ernährung:
Im St. Bernhard-Haus gehört eine ausgewogene, qualitativ hochwertige und bezahlbare Ernährung traditionell zu den pädagogischen Konzepten. So liegt die Kita-Leitung großen Wert auf kindgerechte Mahlzeiten, bei denen Allergien und kulturelle Besonderheiten genauso berücksichtigt werden wie auch, dass jedes Kind täglich satt wird – ein wichtiger Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden der Kinder. Elternbefragungen und gemeinsame Projekte zur Ernährung wirken hier unterstützend. Wichtig ist Herrn Huber auch die Zahnarztversorgung, die bei immer heterogener werdenden Kindergruppen von entscheidender Bedeutung sei.
Der Besuch von Martin Goppel bot Gelegenheit, das ausgeprägte, wertgeschätzte Profil des Kindergartens St. Bernhard hervorzuheben und zugleich über die zentralen Herausforderungen zu sprechen, die viele Kitas in Bayern beschäftigen: Fachkräftesicherung, rückläufige Geburtenzahlen, verlässliche Betreuungsrhythmen, die wichtige Sprach- & Werteerziehung und Versorgungskonzepte für Kinder. Die offene, traditionsreiche Einrichtung in Fürstenfeldbruck bleibt ein Beispiel für gelebte Erziehungspartnerschaft und schafft mit ihrem engagierten Team, den tollen Räumlichkeiten, dem riesigen Garten und Dank einer sehr guten Führung einen verlässlichen Rahmen für die frühkindliche Entwicklung der ihr anvertrauten Kinder. Dieser Ort zeigt, dass Kinder unsere Zukunft sind.