edu.lab als Leuchtturmprojekt an Schule!
Neues Kompetenzzentrum für digitale Bildung macht fit für die Zukunft
Dass Schulen in Sachen digitaler Bildung schon weiter sind, als man gemeinhin annimmt, zeigte sich kürzlich bei der Eröffnung eines hochmodernen edu.labs am Maristenkolleg in Mindelheim/Schwaben. Das edu.lab ist ein neuartiger multifunktionaler Medienraum, ein Raum für virtuelle Lernumgebungen, zukunftsorientierte Lernkonzepte und deren technische Umsetzung. Modernste technische Ausstattung bietet Möglichkeiten für moderne Unterrichtsformen im Zeitalter der Digitalisierung.
Die Maristenschule, eine von 40 Schulen des Schulwerks der Diözese Augsburg, setzt auf die digitalen Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Schulleiterinnen Nicole Hofmann und Manuela Unglert von der Realschule, die die Avatare" bereits im Unterricht einsetzen, freuten sich bei der Eröffnung des neuen Kompetenzzentrums über die zahlreichen Besucher aus Schule, Politik, Wirtschaft und Kirche. Oberstudiendirektor Peter Kosak als Vertreter des Schulwerks der Diözese Augsburg war ebenso anwesend wie Sebastian Schmidt in seiner Funktion als IT-Berater für digitale Bildung an schwäbischen Realschulen, CSU-Landtagsabgeordneter Peter Wachler, Bernhard Pohl von den Freien Wählern, Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche sowie Repräsentanten kooperierender Unternehmen und Betriebe. Alle Besucher konnten erste Eindrücke und Einblicke in die neu gestalteten Fachräume des Digitalen Kompetenzzentrums gewinnen.
Schüler der Maristenschule zeigten den Besuchern bei der Informationsveranstaltung selbst, wie man Roboter programmiert und mit Hilfe einer Lernsoftware dreidimensionale Formen auf 3D-Druckern ausdruckt. Mit VR-Brillen konnten die Besucher Umgebungen in einer neuen virtuellen Realität erleben. Der Landtagsabgeordnete Peter Wachler (CSU) war begeistert und kommentierte mit der VR-Brille im Gesicht seinen virtuellen Fallschirmsprung aus dem Flugzeug über der Wüstenstadt Dubai mit Blick auf Palmen und Strand. Wie wichtig diese Grundlagen für das spätere Berufsleben sind, erläuterte ein Ausbildungs- und Industrievertreter der Firma Kuka aus Augsburg.
Ziel des Projektes ist es, dass durch speziell geschulte edu.lab-Teams vor Ort künftig auch Schülergruppen anderer Schulen, die einen Schultag im edu.lab buchen können, den Umgang mit modernster Hard- und Software erlernen und unter fachkundiger Anleitung neueste Technologien ausprobieren können. Dabei wird selbstständiges und teamorientiertes Arbeiten gefördert. Die Workshops können über eine Anmeldeplattform der Schule gebucht werden. Auch in Zukunft soll KI zum Einsatz kommen, wie die Initiatoren ankündigten: So sollen beispielsweise Videos bearbeitet, Drohnen programmiert oder eigene Virtual-Reality-Umgebungen erstellt werden. Mit den engagierten Lehrkräften vor Ort kann noch viel Neues entstehen. Die Zukunft hat in den Schulen begonnen.
Im Bild: Nicole Hofmann (Schulleiterin), Sebastian Schmidt (Informationstechnischer Berater für digitale Bildung in Schwaben -iBdB-) und Claudia Mayer (Lehrerin, Junge KEG-Unterallgäu) Foto: Ursula Kiefersauer M.A.