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07.05.2025

Wissenschaftsminister Blume und Kultusministerin Stolz stellen Ergebnisse

der Expertenkommission vor

Gutachten zur Lehrerbildung veröffentlicht

Die Expertenkommission zur Lehrerbildung ist sich einig, nun ist die Staatsregierung gefordert! „Bayern macht gute Schule und die Bayerische Staatsregierung schickt sich an, auch weiterhin auf diesem Erfolgspfad zu bleiben, indem sie sich frühzeitig auch für eine zukünftig zeitgemäße Lehrkräftebildung und damit einer zeitgemäßen Schule verpflichtet fühlt“, so der amtierende abl-Präsident Pankraz Männlein bei der Vorstellung des Gutachtens der Expertenkommission zur Lehrkräftebildung in Bayern.

Für die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Lehrerverbänd
(abl), deren Vorsitzende auf Berufung durch den Ministerrat in der Expertenkommission mitwirkten, war es wichtig, die Sichtweise der Praxis in die Beratungen einzubringen, um damit dem Gutachten neben einer Wissenschaftsorientierung auch eine Praxisfundierung zu geben.

Große Übereinstimmung herrschte in der Expertenkommission darüber, dass Praxisphasen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Professionalität in der Lehrkräftebildung leisten, wenn sie theoriegeleitet sind und von qualifiziertem Personal begleitet werden. Hervorzuheben ist auch das Prinzip eines inklusiven Umgangs mit Heterogenität, das zukünftig über den Erwerb von Kompetenzen zu Diagnostik, Adaptivität, individueller und gemeinsamer Förderung stärkere Berücksichtigung finden soll.

Den Vorschlag der Kommission, die Regelstudienzeit für alle Lehramtsstudiengänge einheitlich auf zehn Semester (300 ECTS) zu erhöhen, unterstützt die abl. Er stellt ein wichtiges Signal dar, dass der Lehrkräftebildung an Hochschulen künftig ein höherer Stellenwert beigemessen wird. Zudem trägt er dem Umstand Rechnung, dass die Anforderungen an Lehrkräfte in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden sind und umfassende professionelle Kompetenzen erforderlich machen.
„Mit der Umsetzung der Empfehlungen des Gutachtens kann ein bedeutender Schritt nach vorne getan werden“, sagten die Vorsitzenden der abl-Mitgliedsverbände Pankraz Männlein, Ulrich Babl, Martin Goppel und Michael Schwägerl.

Der KEG-Vorsitzende Martin Goppel dankte ausdrücklich allen KEG-Mitgliedern, die seit vielen Jahren Ideen, Vorschläge und Lösungen in den KEG-Arbeitskreisen und Referaten eingebracht haben, die in das Papier eingeflossen sind. Auch gilt sein Dank allen Mitgliedern der Expertenkommission, die, ähnlich wie beim Konklave, immer wieder um beste Ideen und Lösungen gerungen haben und stets exzellente Bildung im Blick hatten. „Beste Bildung geht nur miteinander – das einstimmige Ergebnis dieser Kommission ist einzigartig und muss ein klarer Auftrag für die Staatsregierung sein,“ schließt Goppel.

>>> Zur Pressemitteilung der abl-Verbände

>>> Zum Podcast mit Prof. Dr. Huber

Foto: Martin Goppel, Vorsitzender KEG Bayern; Michael Schwägerl, Vorsitzender Bayerischer Philologenverband; Anna Stolz, Staatsministerin für Unterricht und Kultus; Pankraz Männlein, Vorsitzender des VLB und abl; Ulrich Babel, Vorsitzender brlv