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01.07.2026

Über 650 Besucher beim KEG Berggottesdienst mit Pfarrer Rainer Maria Schießler am Senftenberg in Gunzendorf

KEG Berggottesdienst am Senftenbergmit Pfarrer Rainer Maria

Es waren in diesem Jahr über 650 Besucherinnen und Besucher, die sich am Senftenberg bei Gunzendorf einfanden. Voll besetzt war das Kellergelände, das die Kellerwirtin Katja Obermeier mit ihrem Team für den Gottesdienst hergerichtet hatte.

Rainer Maria Schießler, der aus den Bestsellerlisten, Film, Funk und Fernsehen bekannte Pfarrer aus München wurde herzlich begrüßt von der stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der KEG Oberfranken Daniela Drummer, die sich über die Tradition freute, dass der KEG Berggottesdienst nun schon zum dritten Mal hier auf dem Senftenberg stattfindet. Zu Beginn stellte er sich als Geistlichen Beirat der Katholischen Erziehergemeinschaft KEG in Bayern vor. Ein Zeichen, wie wichtig Kardinal Reinhard Marx die direkte Förderung von Schule, Bildung und Erziehung ist. „Das Wichtigste in dieser Welt ist Bildung!“ Für den Satz:„Ein gebildeter Mensch überlegt sich zweimal, ob er zur Waffe greift!“, erntete Schießler Applaus. Nach dem ersten  oberfränkischen Berggottesdienst auf dem Staffelberg hat sich der Gottesdienst am Senftenberg inzwischen etabliert und ist zur größten Veranstaltung unter dem Dach der KEG in Bayern geworden.

„Wir haben Gott an unserer Seite.“, die Aussage von Paulus in seinem Römerbrief, war der Zentralgedanke, um den sich die Predigt  drehte.
 „Aber bringt ihm das was?“ Das Bewusstsein und die Sicherheit, Gott an seiner Seite zu haben, gibt Paulus Mut und Zuversicht, auf dem Weg nach Rom, wo ihn seine Verurteilung erwartet.  In Alltagssituationen kann uns das stärken, wenn wir wissen, wir sind nicht allein. 

Rainer Schießler untermalt das mit einer Geschichte aus seiner Kindheit, als er nachts den Mülleimer über den Hof nach unten tragen musste, weinte und bettelte, das am nächsten Tag erledigen zu dürfen. Weil am Ende sein größerer Bruder mit ihm ging, schaffte er seine Aufgabe. Er war nicht allein, sein Bruder war an seiner Seite. Und das schrieb der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer im Voraus nach Rom. Ich weiß, was da draußen in der Welt los ist, ich kenne die Widrigkeiten. Wir haben keine Patenrezepte, keine Lösungen für alle Probleme! Aber wir dürfen uns sicher sein: Wir haben Gott an unserer Seite! Und in diesem Vertrauen, in dieser Hoffnung können wir auch anderen Menschen Kraft und Hoffnung geben, die Welt im positiven Sinn zu gestalten. Ein wichtiger Auftrag für uns Lehrer und Erzieher in der KEG im Umgang mit unseren Schülern.

In den Fürbitten mahnte Schießler einen richtigen Umgang mit den Wünschen und Bitten an.
Wir bitten, Gott schenk Frieden! Gott sagt: Wie denn? Ihr baut doch Panzer! Er ist nur an unserer Seite, er macht’s nicht für uns. 
Lieber Gott, speise die Hungenden! Gott: Ja wie, ihr müsst doch verteilen! 
Wir können bitten, aber machen müssen wir es!
Wir bitten, dass in der Welt wieder Gestalten, Menschen da sind, die wissen, worum es geht: um Wohlstand, Ehrfurcht, Achsamkeit für alle Menschen, dass wir uns uns um diese Schöpfung kümmern, dass wir sie nicht zugrunde gehen lassen. 

Zwei Reaktionen von Besucherinnen der Bergmesse zeigen, dass der Wunsch von Rainer Schießler schon ein bisschen in Erfüllung gegangen ist, den Geist und die Gedanken vom Senftenberg mit hinunter ins Tal und in den Alltag zu nehmen:
„Rainer Schießler tut immer gut!“
„Was gibt es Besseres, als dass man beim Mittagessen noch über die Predigt diskutiert!“

Als Dankeschön überreichte Winfried Bauer, der Ehrenvorsitzende der KEG Oberfranken, Pfarrer Schießler ein „Gretzla“ mit Kirschwasser und einer fränkischen Flagge, was den Zelebranten sichtlich freute.

Musikalisch gestaltete den Gottesdienst gekonnt und routiniert die Blaskapelle Gunzendorf unter der Leitung von Ingbert Groh. Auch die sieben Musiker zeigten ihre Bereitschaft, im kommenden Jahr wieder für den musikalischen Rahmen zu sorgen. Jetzt gilt es nur noch, einen Termin zu finden, der in die unterschiedlichen Terminkalender passt. Die Kollekte kam auch in diesem Jahr wieder der Renovierung der Senftenbergkapelle zugute.

Am Ende des Gottesdienstes waren sich Rainer Schießler, die KEG, die Kellerwirtin und die gefragten Besucher einig: Das soll Tradition bleiben. Der Zuspruch bestätigt, dass der Berggottesdienst mit Rainer Maria Schießler auch in den nächsten Jahren stattfinden soll.

Text und Bilder: Winfried Bauer, Ehrenvorsitzender der KEG Oberfranken