Für unsere Kinder: KEG Bayern setzt auf Hoffnung, Gemeinschaft und echte Stabilität in Schulen und Kitas
Kurz vor Weihnachten richtet die KEG Bayern eine deutliche und zugleich hoffnungsvolle Botschaft an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Eltern und Familien. Die Lage an Bayerns Schulen und Kitas ist ernst – und sie ist seit Jahren bekannt: Lehrkräfte fehlen, Erzieherinnen und Erzieher arbeiten am Limit, und politische Entscheidungen lassen häufig den Eindruck entstehen, dass Bildung nicht den Stellenwert erhält, den sie benötigt.
Dennoch ist die Botschaft der KEG Bayern klar: Herausforderungen sind lösbar – mit Mut, Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung.
460 fehlende Lehrerstellen – eine ernste, aber lösbare Aufgabe
Nach aktuellen Prognosen des Kultusministeriums werden im Schuljahr 2026/2027 rund 460 Vollzeitstellen im Grund- und Mittelschulbereich fehlen.
Die Zahl klingt dramatisch – doch bei über 2.400 Grundschulen und mehreren hundert Mittelschulen wird deutlich: Der Mangel ist real, aber er ist zu bewältigen.
Dass sich alle Lehrerverbände einig sind, die derzeitigen Rahmenbedingungen grundlegend zu verbessern, zeigt: Die Bereitschaft für Veränderung ist da – jetzt braucht es politischen Mut.
Kitas im Krisenmodus – aber nicht ohne Perspektive
In der frühpädagogischen Bildung ist die Situation noch angespannter. Aktuell fehlen in Bayerns Kitas rund 14.500 pädagogische Fachkräfte. Trotz großer Belastung leisten Erzieherinnen und Erzieher täglich Herausragendes.
Der Mangel führt zu einem spürbaren Verlust an pädagogischer Qualität:
weniger Zeit für Kinder,
weniger Zeit für Gespräche mit Eltern und für die Anleitung von Praktikantinnen und Praktikanten,
weniger Zeit für Teams, um sich auszutauschen, zu reflektieren und sich fortzubilden.
Die KEG Bayern betont: Kinder brauchen gut ausgebildete Fachkräfte – und Fachkräfte brauchen Bedingungen, die ihrem Auftrag gerecht werden.
Warum Loslassen Mut braucht – ein Bild für das gesamte Bildungssystem
Ein einfaches Bild zeigt, worum es jetzt geht: Ein Kind lernt Fahrradfahren. Es hält sich am Zaun fest, am Auto, an Papas Hand – fest, ganz fest. Aus Angst. Aus Gewohnheit. Aus dem Bedürfnis nach Kontrolle.
So geht es uns auch im Bildungssystem.
Wir wünschen uns Fortschritt – und klammern uns gleichzeitig an Strukturen, die längst überholt sind. Wir reden über Innovation, Digitalisierung, Zukunftsfähigkeit – bauen aber gleichzeitig neue Prüfungspläne, zusätzliche Verwaltungsvorschriften und immer dichtere Bürokratiemauern.
Der Ministerpräsident sagt gerne: „Bayern ist Bildungsland Nummer 1.“
Doch Nummer 1 zu sein ist etwas anderes, als mutig genug zu sein, gewohnte Wege loszulassen, wenn sich die Welt verändert.
Diesen Mut braucht unser Bildungssystem jetzt mehr denn je.
Warum Hoffnung der bessere Weg ist
Trotz belastender Zahlen hält die KEG Bayern an einem zentralen Prinzip fest:
Wo Menschen gerne arbeiten, bleiben sie auch – und dort entsteht Qualität.
Deshalb müssen Schulen und Kitas wieder Orte sein, an denen:
Beziehungen im Mittelpunkt stehen,
Kinder gesehen und begleitet werden,
Erwachsene Sicherheit erfahren,
Stabilität statt Dauerstress den Alltag bestimmt.
Die Botschaft der Weihnacht – der Blick auf das Kind
Die Weihnachtszeit lenkt den Blick auf das Kind – auf das Kleine, das Schwache, das Schutzbedürftige. Für Christinnen und Christen ist das eine Erinnerung:
Zukunft beginnt dort, wo die Schwächsten gestärkt werden.
Und genau das ist der Kern jeder pädagogischen Arbeit.
Zwei Bibelverse formulieren diesen Auftrag eindrücklich:
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“
(2 Tim 1,7)
„Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“
(Jer 29,11)
Diese Hoffnung ist kein Stillstand – sondern ein Auftrag zu handeln.
Was Kinder wirklich brauchen
Kinder wachsen nicht an Verordnungen oder Verwaltung, sondern an Menschen. Sie brauchen:
Beziehung
Zeit
Zuwendung
Freude
verlässliche Bezugspersonen
Oder – wie Pumuckl es im Kino auf den Punkt bringt:
„Was man nicht mit Freude lernt, das bleibt nicht im Kopf!“
Was jetzt wichtig ist
Die KEG Bayern setzt sich ein für:
stabile, sichere Schulen und Kitas,
weniger Bürokratie und mehr pädagogische Zeit,
Reformen mit Augenmaß statt kurzfristiger Aktionismen,
Eltern, die spüren: Unser Kind ist gut aufgehoben.
Unsere Botschaft
Habt keine Angst um die Zukunft eurer Kinder.
In Bayern engagieren sich tausende Pädagoginnen und Pädagogen mit Herzblut, Professionalität und tiefer Überzeugung für gute Bildung.
Mit dem nötigen Rückenwind – statt steigender Lasten – kann ein System entstehen, das stärkt statt schwächt und Hoffnung gibt statt Angst.
„Mit Gemeinschaft, Gottvertrauen und politischem Mut können Schulen und Kitas wieder zu dem werden, was sie immer sein sollten: Orte der Freude, der Bindung und der Hoffnung“, betont KEG-Landesvorsitzender Martin Goppel.
München, den 11.12.2025
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