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18.05.2026

Förderlehrkräfte geben Kindern Chancen.

Jeden Tag.

 

KEG Bayern fordert: Wer Bildung stärken will, muss die Menschen stärken, die sie täglich tragen

Sie fördern, begleiten, motivieren und stärken dort, wo Kinder besondere Unterstützung brauchen. Sie helfen bei Lernproblemen, Sprachschwierigkeiten und fehlenden Basiskompetenzen – oft leise, geduldig und mit großem persönlichem Einsatz.

Was heute unter den Schlagworten „individuelle Förderung“, „Basiskompetenzen“ und „Startchancen-Schulen“ politisch neu aufgebaut werden soll, leisten Förderlehrkräfte seit Jahren täglich an Bayerns Schulen: professionell, evidenzbasiert und mit hoher fachlicher Kompetenz.

Förderlehrkräfte helfen jedoch nicht nur Schülerinnen und Schülern. Sie entlasten auch Kolleginnen und Kollegen, unterstützen Klassenleitungen und stabilisieren die gesamte Schulfamilie.

Denn häufig landen genau die Kinder und Jugendlichen bei der Förderlehrkraft, die im Unterricht besondere Aufmerksamkeit brauchen: Kinder mit Lernschwierigkeiten, mit Konzentrationsproblemen, mit Sprachdefiziten, mit Über- oder Unterforderung, mit Verhaltensauffälligkeiten oder fehlenden Basiskompetenzen.

Dort, wo Unterricht an Grenzen stößt, beginnt oft die Arbeit der Förderlehrkräfte.

Sie analysieren Lernstände, erstellen Förderpläne, diagnostizieren gezielt und begleiten Schülerinnen und Schüler nachhaltig auf ihrem Bildungsweg. Gleichzeitig schaffen sie Entlastung im Schulalltag und tragen wesentlich dazu bei, dass Unterricht überhaupt gelingen kann.

Ohne Förderlehrkräfte wäre echte individuelle Förderung an Bayerns Schulen längst nicht mehr möglich.

Und dennoch bleiben Förderlehrkräfte bis heute die am schlechtesten besoldete Lehrkräftegruppe in Bayern – obwohl Verantwortung, Aufgaben und Anforderungen in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen sind.

Das ist weder gerecht noch zukunftsfähig.

Die KEG Bayern fordert deshalb:

  • A10 als Einstieg
  • verlässliche Beförderungsmöglichkeiten nach A11 und darüber hinaus
  • eine Reduzierung der Unterrichtspflichtzeit auf 27 Wochenstunden
  • den Wegfall der Verwaltungsstunden
  • mehr Zeit für Diagnostik, Förderplanung und individuelle Förderung
  • nachhaltige berufliche Entwicklungsperspektiven
  • bessere und praxisnahe Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • realistische Zugangsvoraussetzungen für Weiterqualifizierungen
  • zusätzliche Qualifizierungsangebote insbesondere in Mathematikförderung, Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Diagnostik sowie individueller Förderplanung
  • eine stärkere gesetzliche Verankerung der Förderlehrkräfte – Aufnahme in den Paragrafen 59 des BayEUG

Besonders kritisch sieht die KEG Bayern die aktuellen Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung „Förderlehrkraft mit Schwerpunkt Sprachförderung“. Das geforderte Prädikat „BG“ schließt viele erfahrene und engagierte Förderlehrkräfte faktisch aus. Die Folgen zeigen sich bereits deutlich: In einigen Regionen können offene Stellen kaum noch besetzt werden. Wenn nur noch einzelne Stellen besetzt werden können, ist das ein klares Warnsignal für die Zukunft unseres Bildungssystems.

Förderlehrkräfte verfügen über eine fundierte Ausbildung und langjährige pädagogische Erfahrung. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag an Grund-, Mittel- und Förderschulen und sind oft federführend dafür verantwortlich, die Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu stärken.

Wer Bildung stärken will, muss die Menschen stärken, die sie täglich tragen.

Förderlehrkräfte verdienen mehr als Dankesworte. Sie verdienen faire Bedingungen, echte Anerkennung und konkrete politische Entscheidungen.

Die Herausforderungen sind seit Jahren bekannt. Jetzt braucht es keine weiteren Lippenbekenntnisse, sondern endlich Taten: „Acta non verba“.

Förderlehrkräfte stärken heißt:
Bildung stärken.
Chancen stärken.
Zukunft stärken.

KEG Bayern – weil Bildung Haltung braucht. Persönlich für dich da.

München, den 18.05.2026

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Pressekontakt KEG Bayern: 
presse@keg-bayern.de
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