Mehr Geld ist ein Anfang – gute Kitas brauchen mehr als finanzielle Unterstützung
„Jede zusätzliche finanzielle Unterstützung für Kindertageseinrichtungen ist ein wichtiges Signal und grundsätzlich zu begrüßen. Angesichts der steigenden Kosten für Personal, Energie und Sachaufwand ist eine bessere finanzielle Ausstattung der Kitas notwendig und längst überfällig“, stellt KEG-Landesvorsitzender Goppel klar.
„Jetzt kommt es allerdings darauf an, dass die zusätzlichen Mittel auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden: in den Einrichtungen, bei den Kindern und bei den Beschäftigten. Die Träger stehen in der Verantwortung, die zusätzlichen finanziellen Spielräume konsequent für eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zu nutzen. Investitionen in Personal, gute Arbeitsbedingungen und pädagogische Qualität müssen dabei Vorrang haben.“
Gleichzeitig gilt: Geld allein schafft noch keine gute frühkindliche Bildung. Entscheidend sind gute Rahmenbedingungen, ausreichend qualifiziertes Personal, verlässliche Betreuungsschlüssel und attraktive Arbeitsbedingungen für die pädagogischen Fachkräfte. Nur so kann die Qualität in den Kindertageseinrichtungen nachhaltig gestärkt werden.
Die KEG Bayern appelliert deshalb an alle politischen Parteien und die Träger, Familien in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten wirksam zu entlasten und ihnen den Rücken freizuhalten. Die zusätzlichen staatlichen Mittel dürfen nicht dazu führen, dass Eltern an anderer Stelle weiterhin oder sogar stärker belastet werden. Familien brauchen finanzielle Sicherheit und verlässliche Betreuungsangebote, damit Kinder die bestmöglichen Startchancen erhalten.
„Gute Bildung beginnt nicht erst in der Schule – sie beginnt in der Kindertageseinrichtung. Wer die Zukunft unserer Gesellschaft stärken will, muss gleichermaßen in Kinder, Familien und die Menschen investieren, die sie täglich begleiten. Eine nachhaltige Bildungspolitik braucht mehr als finanzielle Zuschüsse: Sie braucht den klaren politischen Willen, die frühkindliche Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen und entsprechend zu handeln. Die Novelle des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes kann dafür ein erster Schritt sein – entscheidend wird nun sein, wie die zusätzlichen Mittel vor Ort eingesetzt werden und ob sie tatsächlich zu einer spürbaren Verbesserung der Betreuungsqualität führen“, fasst Goppel die Bewertung der KEG Bayern zusammen.
München, 23.07.2026
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