KEG Bayern begrüßt die Initiative des Kultusministeriums und setzt auf eine pädagogisch starke Umsetzung
Moderne Prüfungskultur als Chance für eine Schule der Zukunft
Die KEG Bayern begrüßt die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus vorgestellte Weiterentwicklung der Prüfungskultur. Die angekündigten Maßnahmen eröffnen nach Ansicht der KEG die Chance, Lernen und Leisten noch stärker an den Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft auszurichten und Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg ganzheitlich zu begleiten.
„Die Schule der Zukunft braucht eine Prüfungskultur, die Wissen, Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung gleichermaßen in den Blick nimmt“, erklärt der Landesvorsitzende der KEG Bayern. „Deshalb sehen wir in den vorgestellten Reformansätzen ein ermutigendes Signal. Sie zeigen, dass Bildung mehr ist als das Abfragen von Wissen und dass die vielfältigen Stärken junger Menschen stärker sichtbar werden sollen.“
Die KEG Bayern unterstützt insbesondere den Ansatz, klassische Leistungsnachweise durch projektorientierte, kreative und praxisnahe Formate zu ergänzen. Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu arbeiten und Wissen in neuen Situationen anzuwenden, gewinnt in einer zunehmend digitalen und von Künstlicher Intelligenz geprägten Welt immer mehr an Bedeutung.
Aus Sicht der KEG greifen die Überlegungen des Kultusministeriums wichtige Anliegen auf, die von Lehrkräften seit Jahren formuliert werden. Gerade die stärkere Kompetenzorientierung, die Förderung eigenverantwortlichen Lernens und eine wertschätzende Feedbackkultur können dazu beitragen, Motivation und Lernerfolg nachhaltig zu stärken.
Gleichzeitig macht die KEG Bayern deutlich, dass die erfolgreiche Umsetzung einer modernen Prüfungskultur verlässliche Rahmenbedingungen benötigt.
„Innovative Prüfungsformen entfalten ihre Wirkung dort, wo Lehrkräfte die notwendige Zeit, Unterstützung und pädagogische Freiheit erhalten. Deshalb müssen die angekündigten Veränderungen von einer nachhaltigen Stärkung der Schulen begleitet werden“, so der Landesvorsitzende weiter.
Die Referate und Fachgruppen der KEG Bayern sehen in der Reform zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten:
- Das Referat Grundschule begrüßt die stärkere Orientierung an individuellen Lernprozessen und sieht darin eine Chance, Kinder frühzeitig in ihren unterschiedlichen Begabungen wahrzunehmen und zu fördern.
- Das Referat Seminar und die jungen Lehrkräfte betonen die Bedeutung einer zeitgemäßen Aus- und Fortbildung, damit angehende Lehrkräfte neue Formen der Leistungsfeststellung sicher und professionell gestalten können.
- Die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Schularten sehen insbesondere in praxisnahen und kompetenzorientierten Prüfungsformaten die Möglichkeit, unterschiedliche Talente und Bildungswege noch besser sichtbar zu machen.
Die KEG Bayern verbindet mit der Initiative die Hoffnung, dass sich damit eine neue Kultur des Lernens und Leistens weiterentwickelt: eine Kultur, die hohe Ansprüche mit individueller Förderung verbindet, Leistung anerkennt und zugleich die Persönlichkeit junger Menschen stärkt.
„Unsere Schulen verfügen über engagierte Lehrkräfte, kreative Ideen und große pädagogische Kompetenz. Wenn Politik, Schulen und Verbände diesen Weg gemeinsam gestalten, kann Bayern erneut Maßstäbe setzen. Die angekündigte Modernisierung der Prüfungskultur ist eine Chance, die wir mit Zuversicht und Verantwortung begleiten werden.“
Die KEG Bayern wird den weiteren Entwicklungsprozess konstruktiv unterstützen und ihre Erfahrungen aus der schulischen Praxis in die Diskussion einbringen. Ziel bleibt eine Schule, die junge Menschen bestmöglich auf ihr Leben vorbereitet und ihnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten vermittelt.
München, 19.06.2026
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