Schöpfung lernen heißt Zukunft gestalten
Zum 17. Ökumenischen Tag der Schöpfung am 4. September 2026 erinnert die KEG Bayern daran, dass Bildung auch Verantwortung für Gottes Schöpfung bedeutet. Die diesjährige Schöpfungszeit steht unter dem Leitwort „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18).
Das Problem: Schöpfungsverantwortung darf nicht auf einzelne Aktionstage oder Lehrplaninhalte beschränkt bleiben. Kinder müssen Natur unmittelbar erfahren, um Verantwortung für sie entwickeln zu können. Ein Tablet kann Wissen über einen Wald vermitteln – es ersetzt aber nicht das Staunen über einen Baum, das Arbeiten im Schulgarten oder die Erfahrung von Erde, Wasser und Tieren. „Bildung muss Kopf, Herz und Hand erreichen. Kinder brauchen nicht nur Wissen über die Welt, sondern die Möglichkeit, sie unmittelbar zu erfahren und Verantwortung für sie zu übernehmen“, erklärt Martin Goppel, Landesvorsitzender der KEG Bayern.
Forderung der KEG Bayern
Die KEG Bayern fordert, Schöpfungsverantwortung stärker in Schule, Kita und Lehrerbildung zu verankern. Dazu gehören naturnahe Schul- und Kitagelände, Schulgärten, Lernen im Freien und ökologische Projekte ebenso wie eine stärkere Berücksichtigung in Lehrplänen und Schulentwicklung. Auch der Religionsunterricht kann einen wichtigen Beitrag leisten, indem er Glaube, naturwissenschaftliche Erkenntnis, ethische Verantwortung und konkretes Handeln miteinander verbindet.
Wer Kinder auf die Zukunft vorbereiten will, muss ihnen nicht nur erklären, wie die Welt funktioniert. Er muss ihnen auch die Erfahrung ermöglichen, dass sie selbst Verantwortung übernehmen und diese Welt mitgestalten können.
München, den 04.09.2026