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15.09.2026

Schulstart in Bayern: Gute Wünsche allein reichen nicht – Bildung braucht Investitionen

Für rund 1,8 Millionen Schülerinnen und Schüler beginnt in Bayern heute das neue Schuljahr. Besonders den Schulanfängerinnen und Schulanfängern wünschen wir einen guten, erfolgreichen und mutigen Start. Vor ihnen liegen viele Jahre des Lernens, Entdeckens und Wachsens.

Doch der Schulstart ist mehr als ein organisatorischer Neubeginn. Er ist auch ein Moment, an dem die Politik ehrlich beantworten muss, ob unser Bildungssystem tatsächlich auf die Welt von morgen vorbereitet ist – und ob die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Denn die Schülerzahlen steigen weiter. Immer mehr Kinder und Jugendliche kommen an unsere Schulen – doch beim Personal wächst das System nicht im gleichen Maß mit. Mehr Schülerinnen und Schüler bei weitgehend gleichbleibenden personellen Ressourcen bedeutet: Die Belastung für unsere Schulen nimmt weiter zu. Das darf nicht zum Normalzustand werden.

„Wir erleben inzwischen viele Ankündigungen und Inszenierungen rund um Bildung. Was unsere Schulen aber brauchen, sind keine weiteren Schlagzeilen, sondern konkrete Verbesserungen und verlässliche Investitionen“, erklärt Martin Goppel, Landesvorsitzender der KEG Bayern. „Wenn die Schülerzahlen steigen, müssen auch die personellen und finanziellen Ressourcen entsprechend wachsen. Bildungspolitik muss sich daran messen lassen, was tatsächlich bei unseren Kolleginnen und Kollegen im Klassenzimmer ankommt.“

Auch bei der Ausbildung künftiger Lehrkräfte besteht dringender Handlungsbedarf. Das Lehramtsstudium muss endlich grundlegend reformiert, entsprechend finanziert und stärker an den tatsächlichen Anforderungen des Schulalltags ausgerichtet werden. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, zunehmende Heterogenität, Inklusion, Demokratiebildung sowie die soziale und emotionale Entwicklung gehören längst zur Realität von Schule. Die Ausbildung muss diese Realität abbilden.

Goppel richtet deshalb einen klaren Appell an die Politik: „Wir müssen jetzt in Bildung und in unsere engagierten Kolleginnen und Kollegen investieren – nicht irgendwann. Bayern spricht zu Recht über Hightech, künstliche Intelligenz und den Wirtschaftsstandort der Zukunft. Aber Hightech allein schafft keine Zukunft. Wir brauchen mündige, gut ausgebildete und selbstbewusste junge Menschen, die diese Technologien verstehen, kritisch einordnen und verantwortlich nutzen können.“

Dafür braucht es Taten statt Inszenierungen: ausreichend Lehrkräfte, attraktive Arbeitsbedingungen, eine moderne und praxisnahe Ausbildung sowie die notwendigen finanziellen Mittel. „Wir wollen diesen Weg gemeinsam gehen. Wer die Welt von morgen gestalten will, muss heute in die Menschen investieren, die sie morgen gestalten werden.“

Die KEG Bayern wünscht allen Schülerinnen und Schülern sowie allen Lehrkräften einen guten Start in das neue Schuljahr – mit viel Kraft, Gesundheit, Freude am Lernen und Lehren sowie dem nötigen Mut, neue Wege zu gehen.

München, den 15.09.2026

Pressekontakt KEG Bayern: 
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