DEUTSCHLAND
„Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie.“ – dbb bundesfrauenkongress 2026 setzt starke Signale
Mit klaren Botschaften, prominenten Gästen und richtungsweisenden Wahlen fand am 26. März 2026 in Berlin der dbb bundesfrauenkongress statt. Unter dem Motto „Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie“ versammelten sich Delegierte aus über 40 Organisationen des dbb, um über Gleichstellung, politische Teilhabe und die Zukunft der Frauenpolitik im öffentlichen Dienst zu beraten. Auch die KEG Deutschland war mit einer Delegation vertreten. Die Bundesvorsitzende Gerlinde Kohl nutzte die Gelegenheit, Milanie Kreutz persönlich zu ihrer Wiederwahl als Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung zu gratulieren. Wiederwahl von Milanie Kreutz – Kontinuität und Aufbruch. Bereits am 20. März hatten die Delegierten die Geschäftsführung der dbb bundesfrauenvertretung für die kommenden fünf Jahre neu gewählt. Milanie Kreutz wurde dabei eindrucksvoll im Amt bestätigt. Seit 2020 steht sie an der Spitze der dbb frauen, seit 2022 ist sie zudem stellvertretende dbb-Bundesvorsitzende. In ihrer Dankesrede betonte sie, wie sehr sich die dbb frauen inzwischen als gewichtige Stimme in der Gleichstellungspolitik etabliert haben. Diesen Einfluss wolle sie weiter ausbauen: „Wir haben viel erreicht, und ich werde mich weiterhin unermüdlich für die Frauen im öffentlichen Dienst einsetzen.“ Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Tanja Küsgens (VBE) gewählt. Als Beisitzerinnen komplettieren Valentina van Dornick (komba), Sandra Schäfer (BBB), Martina Scherer (DPhV) sowie die bisherige Amtsinhaberin Synnöve Nüchter (dbb berlin) die Geschäftsführung.
Der Kongress bot nicht nur Raum für Austausch, sondern auch für klare politische Positionierungen. Milanie Kreutz warnte eindringlich vor einem Stillstand in der Gleichstellungspolitik: Frauen hätten weiterhin ungleichen Zugang zu Macht und seien in politischen Entscheidungsräumen deutlich unterrepräsentiert. Geschlechtergerechtigkeit sei kein Verlust für Männer, sondern ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft.
Bundesministerin Karin Prien unterstrich in ihrem Grußwort, dass Frauenrechte untrennbar mit Menschenrechten verbunden seien. Die Bundesregierung gehe aktiv gegen den internationalen Backlash vor und setze auf Parität, einen Gesetzentwurf zur Entgeltgleichheit sowie Maßnahmen gegen digitale Gewalt. Ein gesellschaftlicher Wandel sei jedoch nur möglich, wenn auch Männer aktiv einbezogen würden.
Justizministerin Stefanie Hubig lenkte den Blick auf strukturelle Hindernisse, die Frauen den Weg in politische Ämter erschweren – von ungleicher Care-Arbeit über parteiinterne Praktiken bis hin zu Wahlkreiszuschnitten. Sie kündigte zudem an, bestehende Gesetzeslücken beim Schutz vor digitaler Gewalt zu schließen, da Frauen hiervon besonders betroffen seien.
KEG-Delegation aktiv im Austausch
Die KEG Deutschland war mit fünf Delegierten vertreten: Katja Voigt (Sachsen), Gerlinde Kohl (Baden-Württemberg), Sabine Kricheldorff (Schleswig-Holstein), Margit Baufeld (Bayern) und Maria Espelage (Niedersachsen). Die Begegnungen mit Vertreterinnen aus zahlreichen dbb-Organisationen boten vielfältige Möglichkeiten, sich über aktuelle Herausforderungen und Strategien in der Gleichstellungspolitik auszutauschen.
Fazit für die KEG
Der dbb bundesfrauenkongress 2026 hat deutlich gemacht: Gleichstellung ist kein Randthema, sondern Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Mit der Wiederwahl von Milanie Kreutz, starken politischen Signalen und engagierten Delegierten setzt der Kongress ein klares Zeichen – jetzt ist die Zeit, Frauenrechte konsequent zu stärken und Machtstrukturen nachhaltig zu verändern.