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Deutliche Etaterhöhung für die BildungAutorin: Dr. Nicole Lang, Abteilungsleiterin im Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Referat 23 (Besoldung und Stellenpläne)

Die Bildung unserer Kinder ist der Grundstein für die Zukunft unseres Landes und hat für den Freistaat Bayern nach wie vor oberste Priorität. Dies lässt sich auf eindrucksvolle Weise auch mit der Entwicklung des Haushalts belegen, denn der Etat des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus hat sich seit 2018 mit rund 17 Mrd. Euro in 2025 fast verdoppelt.

Grund für diesen Anstieg sind vor allem auch die enormen Verbesserungen der letzten Jahre im Personalbereich. Für die Sicherung der Unterrichtsversorgung und weitere Verbesserungen wurden seit 2008 über 23.860 zusätzliche Stellen für Lehrkräfte zur Verfügung gestellt; darin enthalten sind über 6.500 Stellen aus der sog. demografischen Rendite. Zum Schuljahr 2025/2026 ist ein Stand von rund 98.350 Stellen für Lehrkräfte – absoluter Rekordwert! – sowie rund 13.400 Stellen für Referendare und Aushilfslehrkräfte erreicht. Hinzu kommt der Ausbau von Unterstützung durch Verwaltungsangestellte und multiprofessionelle Teams an Schulen.

Beförderungen sind und bleiben das Kernelement zur Honorierung von Leistung der Beschäftigten des Freistaates. Daher hat der Freistaat auch die Beförderungsmöglichkeiten im Schulbereich deutlich verbessert. Seit 2009 konnten insgesamt über 35.400 Stellen gehoben werden, hinzu kommen weitere Stellenhebungen aus Art. 6m Haushaltsgesetz 2024/2025 im Umfang von 5 Mio. Euro Jahreskosten.

Ein finanzieller Kraftakt für den Staatshaushalt ist daneben die Umsetzung von „A 13 für alle“. Die schrittweise Anhebung des Eingangsamts nach BesGr A 13 für den Bereich der Grund- und Mittelschullehrkräfte und die Folgeanpassungen bei den Schulleitungsämtern werden bis 31.08.2028 umgesetzt. Daraus entstehen dem Staatshaushalt im Umsetzungszeitraum 2024 bis 2028 Kosten in Höhe von insgesamt rund 400 Mio. Euro, im Endausbau belaufen sich die jährlichen Kosten ab 2029 auf fast 200 Mio. Euro.

Der Freistaat Bayern steht zu seinen Beschäftigten. Er hat nicht nur das innovativste und am meisten leistungsorientierte Dienstrecht in Deutschland, sondern nimmt im Ländervergleich hinsichtlich Bezahlung und Arbeitsbedingungen eine Vorreiterrolle ein. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Krisen der letzten Jahre sind die finanziellen Spielräume jedoch stark begrenzt. Der Personalbereich kann wegen seines erheblichen Anteils am Haushaltsvolumen bei notwendigen Konsolidierungsbestrebungen nicht gänzlich ausgenommen werden. In diesem Zusammenhang steht auch das für das Jahr 2026 beschlossene Stellenmoratorium, das den weiteren Anstieg der Personalausgaben dämpfen soll.