Christian Huber im InterviewMenschen der KEG

Christian Huber
Theologe, staatl. anerk. Erzieher und Systemischer Berater

Christian Huber studierte Theologie und ist staatl. anerk. Erzieher sowie Systemischer Berater. Nach beruflichen Stationen im Schuldienst und in der stationären Jugendhilfe leitet er heute eine integrative Kindertagesstätte bei München. Als Autor und Referent zählen Religionspädagogik, sowie das Gespräch mit Kindern über den Tod und der pädagogische Umgang mit Angst und Kinderängsten zu seinen Themen. Über seinen Weg zur KEG sagte er: "Unsere Themen sind für die ganze Gesellschaft von eminenter Bedeutung, deshalb ist es wichtig "laut" zu sein, das geht nur gemeinsam. Die KEG bietet hier Vernetzung und Unterstützung, was ich sehr schätze".

Mein Geheimtipp für den Arbeitsalltag ist…

Lachen nicht vergessen! Auch wenn man phasenweise den Eindruck hat, dass alles zu viel wird und die To-Do’s mehr werden, statt weniger, obwohl man fleißig abarbeitet. Trotzdem mal Zeit nehmen für ein nettes Gespräch, bei dem gerne und viel gelacht werden darf. Danach arbeitet es sich gleich wieder leichter.

Mit der KEG verbinde ich…

Eine Gemeinschaft von Menschen die „am gleichen Strang ziehen“. In Hashtags: #Zuhören #Wertschätzen #Unterstützen

Das mache ich, um mich zu entspannen

Kurzfristig: Ein ruhiger Abend mit einem guten Essen und einer heißen Badewanne.
Langfristig: Wegfahren, ganz gleich ob fern oder nah. Kurz in eine andere Umgebung: Das schafft neue Eindrücke, neue Themen und bringt frische Luft in die Gedanken.

Das kann ich Berufseinsteigern empfehlen…

Traut Euch Fehler zu machen! Fragt Euch: Was kann im schlimmsten Fall passieren? Meistens nicht viel. Nur aus Fehlern lernt man und eine gute Fehlerkultur hilft uns allen. Zugleich können wir auch im Hinblick auf Fehlerkultur Vorbilder sein.

Meine Lieblingsheldinnen/-helden in der Wirklichkeit…

Hape Kerkeling und Angela Merkel

Meine Lieblingsbeschäftigung…

Auf jeden Fall das Reisen, aber auch Lesen und Schreiben.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Mit Freunden ist es wie mit Büchern: Man soll wenige haben, aber gute. Dieses Sprichwort, dessen Autor unbekannt ist, bringt es auf den Punkt. Auch wenn ich meine Freunde einmal einige Tage nicht höre, jeder weiß, dass man im Fall der Fälle alles stehen und liegen lässt und wenn man sich wieder hört oder sieht, fühlt es sich an, als wäre es erst gestern gewesen.

Welche Werte sind Ihnen in der Arbeit mit Kindern/Jugendlichen am wichtigsten?

Authentizität, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ich würde gerne alle Sprachen beherrschen

Was macht für Sie gelingende Teamarbeit im pädagogischen Alltag aus?

Die Grundhaltung: Jede und jeder gibt sein Bestes.
Von dieser Basis aus lassen sich Dinge, die mal nicht so gut laufen, viel lösungsorientierter einordnen und angehen.

Ihr Motto?

Menschen stärken - Zukunft gestalten: Ich finde das bringt sehr schön auf einen Punkt, was mir wichtig ist: Als Erzieher und Kita-Leiter ist es mir ein großes Anliegen Kindern dabei zu helfen, zu selbstbewussten und charakterstarken Menschen heranzuwachsen. Genau das möchte ich auch als Autor mit meinen Texten unterstreichen. Als Theologe und Systemischer Berater wiederum macht es mir Freude, Menschen jeden Alters auf dem Weg zu begleiten und zu unterstützen.

Was wünschen Sie sich für die Bildungslandschaft im kommenden Jahr?

Das gleiche wie im Vorjahr und vermutlich wird es im darauffolgenden Jahr noch immer derselbe Wunsch sein: Wertschätzung. Mit Bildung steht und fällt alles. An Bildung darf nicht gespart werden, im Gegenteil: Jede Investition in Bildung ist eine Investition in die Zukunft und somit im Sinne der Prävention absolut sinnvoll.

Medientipp:

Christian Huber hat gemeinsam mit dem Don Bosco Verlag Bildkarten zur Religionspädagogik entwickelt. „Den Jahreskreis erleben. 30 Mitmach-Ideen und Rituale“

Link: https://www.donbosco-medien.de/den-jahreskreis-erleben-30-mitmach-ideen-und-rituale/t-1/5211