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PM 05/2021

Kabinett beschließt langjährige Forderung der KEG - „Islamischer Unterricht“ wird Wahlpflichtfach an bayerischen Schulen

 

Über den Beschuss des bayerischen Kabinetts vom 23.Februar 2021, den islamischen Unterricht vom kommenden Schuljahr an als Wahlpflichtfach an den öffentlichen Schulen in Bayern einzuführen, zeigt sich die Landesvorsitzende der KEG in Bayern, Walburga Krefting äußerst erfreut. Mit der Überführung des Modellversuchs „Islamischer Unterricht“ in ein reguläres Schulfach geht eine langjährige, konsequente Forderung der KEG in Erfüllung.

Der „Islamische Unterricht“ wird, wie schon im Modellversuch, in deutscher Sprache, von in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften und nach einem amtlichen Lehrplan erteilt. Wählbar wird dieses Fach künftig insbesondere für islamische Schülerinnen und Schüler, die dann nicht mehr auf Ethik ausweichen müssen. Das Angebot soll zum Schulstart 2021/22 für die 350 Grund- und Mittelschulen gelten, die bereits an dem Modellversuch teilgenommen haben. Es müssen nach Auffassung der KEG jedoch weiterhin Anstrengungen unternommen werden, um den bedarfsgerechten Ausbau flächendeckend voranzutreiben.

Zudem ist es jetzt für die Lehrkräfte, die aktuell „Islamunterricht“ erteilen, eine gute Nachricht, denn durch die Weiterführung können die Anstellungsverträge dieser Lehrkräfte entfristet werden.

„Der ‚Islamische Unterricht‘ bietet die Chance, die friedliche Kultur der islamischen Religion bewusst zu machen. Dies ist nicht nur für die Schulen, an denen dieser Unterricht stattfindet ein großer Gewinn, sondern auch im Hinblick auf den gesamten interreligiösen Dialog in Bayern“, resümiert Krefting.

 

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Pressekontakt KEG Bayern

Wolfgang Stemmer

presse(at)keg-bayern.de