Zurück zur Liste
14.02.2024

Heimatbesuche sind die schönsten Besuche

Am Freitag vor den Faschingsferien war es dem Landesvorsitzenden Martin Goppel ein Herzensanliegen zurück in seine Heimat an die Grund- & Mittelschule Ruhpolding unter der Leitung von Josephine Brunnhuber (KEG-Mitglied) zu kommen. Ruhpolding ist die flächenmäßig größte Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und bekannt für Biathlon und Ski. Daher ist es nicht verwunderlich, dass an der Volksschule Wintersport gelebt wird.

„Auf die Plätze, fertig ... Ski!“ hieß das Schulsportkonzept des deutschen Skiverbands, das eine lange Zeit in Ruhpolding gelebte Praxis war. Das Projekt förderte die Kooperation zwischen Schule und Skiverein – in diesem Fall zwischen dem Skiclub Ruhpolding e.V. und der Grundschule Ruhpolding. Für die Grundschulklassen bedeutete dies, dass Martina Seidl (geb. Zellner) - Biathlon-Olympiasiegerin und Trainerin beim SC Ruhpolding und SV Ruhpolding - an zwei Schultagen im regulären Sportunterricht gemeinsam mit den Lehrern die Schulkinder mit einem breit gefächerten Spiel-, Übungs- und Trainingsprogramm förderte. Im Sommer waren dies das Laufen, Springen, Balancieren, Schwimmen, auch Inlinern, im Winter standen das Langlaufen, Ski Alpin, Eislaufen sowie für die, die wollten auch das Skispringen auf dem Trainingsplan.

Wichtigste Ziele sind und waren ein faires Gruppen- und Sozialverhalten, Zielstrebigkeit, Verlässlichkeit, partnerschaftliches Verhalten sowie ein sicheres Körpergefühl. In Zeiten großer Heterogenität im Schulalltag war es LV Martin Goppel daher sehr wichtig diese Schule, die im Januar 2024 den 3. Platz im Landesfinale für bayerische Schulen im Skilangkauf gewonnen hat, zu besuchen.

Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Dr. Martin Brunnhuber (Freie Wähler) und Konrad Baur (CSU) wurde ihm ein Empfang der Extraklasse bereitet, denn alle Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zählten gemeinsam in der Turnhalle in den Fasching und begrüßten die drei Ehrengäste unter tosendem Applaus . Nach einem anschließenden Rundgang durch die Schule, der viele Urkunden und Trophäen im Wintersport offenbarte, warteten alle Lehrerinnen und Lehrer der Volksschule auf den Besuch im Lehrerzimmer. Denn es war angekommen, dass die KEG der Verband ist der zuhört, nicht jammert und die Herausforderungen des Alltags an die entscheidenden Stellen trägt und eben die Abgeordneten gleich mitbringt. So nutzten die Lehrkräfte den Nachmittag für viele Fragen, Anregungen aber auch für Kritik an der Bildungspolitik der letzten Jahre. Immer wieder betonte der LV, dass nur derjenige kritisiert, der seinen Beruf liebt und wies auf eine aktuelle Studie hin, die darstelle, dass über 70% der Lehrkräfte mit ihrem Beruf zufrieden seien. Die Freude der Kinder ist der Applaus für die Lehrkräfte und so ziele die Arbeit der KEG immer auf das Wohl der Kinder und Jugendlichen in unseren Schulen. Wir verstehen uns als Bildungsengel unserer Mitglieder und treten für beste Bildungsangebote ein. 

Die Themen im Lehrerzimmer waren daher die Brückenklassen, Migration, Seiten- und Quereinstieg, Teilzeitmodelle, AG-Stunden, die Arbeit in der Expertenkommission wie auch der Übertritt , der in der 4. Klasse hin zu allen weiterführenden Schularten ein Fehler war und dringend wieder korrigiert gehört. Bayern investiere zu wenig in die Mittelschulen, so das klare Bekenntnis des Lehrerkollegiums. Es fehlen Fachkräfte, die Klassenstärke wird immer größer und die Herausforderungen vielfältiger. Beste Bildung gibt Halt und dafür sind eben viele Schritte anzugehen, die die KEG gemeinsam mit der Staatsministerin Stolz aber auch der Regierung im Blick hat und angeht. Dieses Versprechen zeigte der Besuch beider Abgeordneten der regierenden Parteien (CSU & Freie Wähler) aber auch der wirklich gute Austausch der KEG mit der Staatsministerin Stolz und ihrem Team im Kultusministerium. Bayern ist Bildungslandschaft und wird es auch bleiben, bekräftigen die Gäste unisono.